100 Städte der Welt gegen Steinigung
Dazu erklärt sie: Wir rufen alle zur Teilnahme an den Aktionen in Berlin und im gesamten Bundesgebiet auf. Mit den Aktionen soll aktuell gegen die vermutlich bevorstehende Steinigung von Sakineh Mohammadi-Ashtiani in Iran protestiert werden.
Eine Steinigung ist ein besonders barbarisches, menschenverachtendes Relikt aus dem Mittelalter. Sie darf nie mehr verhängt werden. Das gilt überall auf der Welt, ob nun im Iran, Afghanistan, in Nigeria, im Sudan oder in Somalia. Steinigung verstößt gegen die universell geltenden Menschenrechte und gegen das Folterverbot des Völkerrechts und muss abgeschafft werden.
Im Fall Ashtianis muss nach derzeitiger Beweislage das Todesurteil gegen sie aufgehoben und nicht nur ausgesetzt werden. Frau Ashtiani muss frei kommen. Wir erwarten, dass die Bundesregierung zusammen mit den übrigen EU-Mitgliedstaaten sich dafür gegenüber der iranischen Führung weiter intensiv einsetzt.
Der Fall zeigt, wie Unrechtsregime unter dem Deckmantel der Religion systematisch ihren Bürginnen und Bürgern die Menschenrechte verweigern und durch ein Regime der Angst jegliche Opposition im Keim ersticken wollen.
Grundsätzlich ist die Todesstrafe, egal in welcher Form menschenverachtend und muss international geächtet und verboten werden. Die Bundesregierung muss sich intensiv für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzen und als ersten Schritt aktiv für ein Moratorium werben.
Hinweis: Eine Protestaktion findet um 17.00h in Berlin am Breitscheidplatz/Kurfürstendamm 11 (neben der Gedächtniskirche) statt. Um zahlreiche Teilnahme wird gebeten. Genaue Details zu den Aktionen in Ihrer Stadt finden Sie unter folgendem Link: http://stopstonningnow.com
Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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