Ab morgen ist in den Niederlanden aktive Sterbehilfe erlaubt
Als "Schwarzen Tag für Humanität und Menschenachtung" sowie als den "Ausdruck schlimmster politischer Libertinage" hat Dr. med. Hans-Jürgen Thomas, Vorsitzender des Hartmannbundes, den morgigen Dienstag bezeichnet, an dem mit der zu erwartenden Zustimmung des Senates, der 2. Parlamentskammer, die Niederlande als erstes Land der Welt die aktive Sterbehilfe zulassen und Tötung auf Verlangen nicht mehr unter Strafe stellen werden.
"Hier erfolgt ein Tabu-Bruch, der innerhalb der Europäischen Union mit größtem Nachdruck geächtet werden muß!" forderte der Hartmannbund-Vorsitzende. Die Niederlande würden Fakten schaffen, durch die die Tötung von Patienten durch Ärzte legalisiert werde, "Der Arzt soll zum Schergen und Vollstrecker eines nur vermeintlich liberalen Umganges mit schwerkranken Patienten degradiert werden." Aufgabe des Arztes sei es, Leiden zu lindern, Gesundheit wiederherzustellen und Leben zu erhalten. Das schließt nach Auffassung von Dr. Thomas selbstverständlich nicht aus, daß der Arzt "Begleiter beim Sterben, aber keinesfalls Helfer zum Sterben" sein dürfe.
Dr. Thomas appellierte in großer Dringlichkeit an Politiker im Europaparlament wie in den nationalen Parlamenten, angesichts des "niederländischen Rückfalls in Euthanasie- und Übermenschen-Mentalität" unverzüglich eine europäische Initiative gegen Euthanasie auf den Weg zu bringen, um Weiterungen dieser menschenverachtenden Politik zu verhindern: "Dies ist um so wichtiger, als es in Belgien bereits konkrete Überlegungen gibt, sich dem niederländischen Beispiel anzuschließen", sieht der Hartmannbund-Vorsitzende einen "Domino-Effekt", der das auf Humanität und Menschenwürde gegründete Selbstverständnis Europas durch einen "falschen Mentalitätswandel" akut bedroht.
Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
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