Ärzte Von Grosser Koalition Entäuscht
Die ärztliche Basis ist von der eingeschlagenen Politik der Großen Koalition, insbesondere von deren Gesundheitspolitik, nach den ersten hundert Tagen maßlos enttäuscht.
Das gegen alle Widerstände und gegen die berechtigten Einwände von Patientenver-tretern, Verbraucherschützern und der Ärzteschaft durchgesetzte Arzneimittel-Gesetz (AVWG, Arzneimittelversorgungswirtschaftlichkeitsgesetz) ist ein Beleg dafür. Die weiter in Richtung Rationierung und Staatsmedizin tendierenden politischen Eckpunkte der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, lassen wenig Hoffnung auf ein freiheitliches Ge-sundheitswesen mit flächendeckender wohnortnaher ambulanter ärztlicher Versorgung und Teilhabe aller am medizinischen Fortschritt.
Daher ist es notwendig, dass sich die Wählerinnen und Wähler bei den anstehenden Urnengängen über die Einflussmöglichkeiten der Bundesländer im Klaren sind. Der Bundesrat spielt in der Gesetzgebung immer noch eine wichtige Rolle und ein deutliches Signal an die Landespolitik wird Einfluss auf die Politik im Bund haben. Daher sollten sich die Wählerinnen und Wähler bewusst sein, dass sie am 26. März 2006 in den drei Bundesländern indirekt über das möglicherweise tiefgreifendste Reformvorhaben dieses Jahrzehnts, die anstehende Gesundheitsreform, abstimmen.
Dr. Kerstin Jäger
Landesvorsitzende Sachsen-Anhalt
Dr. Gudrun von Thun-Blaul
Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz
Dr. Maximilian Zollner
Landesvorsitzender Baden-Württemberg
Bundesvorsitzender
Quelle: Pressemeldung NAV-Virchow-Bund
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