Allgäu Initiativ Konferenz beschließt Resolution aufgrund Bundeswehr-Standortschließungen

14.11.2011 | Kempten/Scheidegg
Gremium möchte mit Forderungen betroffene Kommunen unterstützen

Zum zweiten Mal in diesem Jahr trafen sich in Scheidegg heute rund 60 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft zur Allgäu Initiativ Konferenz, dem beratenden Gremium der Allgäu GmbH. Diskutiert wurden die Themen Mobilität, Energieerzeugung und die beschlossenen Standortschließungen von Bundeswehreinrichtungen. 63% aller im Allgäu bestehenden Dienstposten zu streichen und zwei von vier Standorten ganz zu schließen - diese Belastung des Allgäus durch das Bundesministerium der Verteidigung geht den Mitgliedern der Allgäu Initiativ Konferenz zu weit. So wurde eine Resolution zur Unterstützung der von den Bundeswehr Standortschließungen betroffenen Kommunen verabschiedet. Man akzeptiere zwar, dass auch das Allgäu seinen Teil zur Bundeswehrreform beitragen muss. Allerdings wird das Allgäu deutlich mehr getroffen als andere Regionen in Bayern. "Vom Bund, aber auch von der Bayerischen Staatsregierung erwarten wir eine deutliche Unterstützung, um die Probleme durch die Schließung und den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen und Wirtschaftskraft bewältigen zu können" fordert Landrat Gebhard Kaiser, Aufsichtsratsvorsitzender der Allgäu GmbH.

Neue Konzepte zur Mobilität im Allgäu war ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz. Bärbel Fuchs, Geschäftsleiterin Marketing DB Regio Allgäu-Schwaben, stellte die neue Struktur der Deutschen Bahn, die überarbeiteten Fahrpläne als auch den Stand der Neigetechnikplanungen vor. Erste Ergebnisse und Tendenzen aus dem Regionalmanagement-Projekt Verkehrskonzept Allgäu der Allgäu GmbH wurden von Jürgen Kaiser, Vertreter des beratenden Unternehmens PTV Planung Transport Verkehr AG, präsentiert. In Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen sowie den Aufgabenträgern gilt es, anhand einer Bestandsanalyse der Verkehrssituation im Allgäu Defizite zu erkennen, Lösungen dafür zu erarbeiten sowie die Kooperation im Verkehrsraum zu verstärken. "Erste Ideen für die Verbesserung der Mobilität im Allgäu sind eine Tarifkooperation zwischen Schiene und Bus, eine einheitliche Fahrgastinformation sowie spezielle touristische Angebote", erläutert Jürgen Kaiser.

Michael Lucke, Geschäftsführer der Allgäuer Überlandwerke GmbH (AÜW), zeigte schließlich noch die Möglichkeiten für mehr regionale und nachhaltige Energieerzeugung im Allgäu auf.

Quelle: Pressemeldung Allgäu Marketing GmbH

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