Arbeitsgruppe muss prüfen, ob gesamter Asse-Müll zurückgeholt werden kann
Zu dem heute von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vorgestellten Gutachten zur Schachtanlage Asse II erklärt Sylvia Kotting-Uhl, umweltpolitische Sprecherin:
Das heute von Umweltminister Sigmar Gabriel vorgestellte Gutachten zeigt einmal mehr: auf die Aussagen des bisherigen Betreibers der Asse ist kein Verlass. Noch 2007 wurde mit der Vorstellung des "Fichtner-Gutachtens" dargelegt, dass die Rückholung des Mülls aus Asse II nicht möglich sei. Begründet wurde dies mit der zu langen Dauer von 20 Jahren, die eine Rückholung erfordere, und der nur bis 2014 gewährleisteten Stabilität des Grubengebäudes. Die Arbeitsgruppe Optionenvergleich muss nun auch diese im Fichtner-Gutachten berechneten 20 Jahre kritisch überprüfen - an ihnen hängt die Frage von Sicherheit oder beständiger Gefährdung für die dortige Bevölkerung.
Neu ist auch die Erkenntnis, dass es technisch machbar ist, Teile des Asse-Mülls zurückzuholen. Die entscheidende Frage bleibt jedoch, ob die im Gutachten vorgeschlagenen Stabilisierungsmaßnahmen die Stabilität der Asse solange gewährleisten können, dass auch der schwachaktive Müll rückgeholt werden kann, dieser macht 99 Prozent des in der Asse eingelagerten Atommülls aus. Nur wenn der gesamte Atommüll aus der Asse geholt wird, kann Entwarnung für die Anwohner vor Ort gegeben werden.
Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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