Arzneimittelkosten im Mai bei der KKH-Allianz um 5,4 Prozent gestiegen
Die Arzneimittelkosten der KKH-Allianz sind im Abrechnungsmonat Mai wieder deutlich gestiegen. Die Kosten für Medikamente lagen um 5,4 Prozent je Versichertem über den Ausgaben des Vorjahresmonats. Rund 59 Millionen Euro hat die KKH-Allianz im Mai 2009 für Arzneimittel ausgegeben, seit Anfang des Jahres fast 300 Millionen Euro. Damit setzt sich das positive Ergebnis aus dem Monat April - eine erstmalige Stagnation der Arzneimittelkosten - nicht weiter fort. "Die Arzneimittel bleiben einer der Hauptkostentreiber im deutschen Gesundheitswesen", erklärt Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz.
Vor allem teure Originalpräparate treiben die Kosten in die Höhe. Dies belegt auch die aktuelle KKH-Allianz Auswertung der Daten von Januar bis April 2009: Obwohl die Anzahl der abgegebenen Originalpräparate seit Anfang des Jahres um fast fünf Prozent gesunken ist, sind die Kosten für diese Medikamente um 6,5 Prozent gestiegen. "Dieser Preispolitik der Pharma-Industrie muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Es kann nicht sein, dass die Hersteller die Preise nach ihrem Gutdünken frei bestimmen dürfen", so Kailuweit.
Im Bereich der Generika zeichnet sich hingegen eine positive Entwicklung ab: Immer häufiger werden teure Originale durch günstigere Alternativen ersetzt. "Für die Kunden ändert sich dadurch nichts: Der Wirkstoff und die Packungsgröße bleiben gleich", versichert Kailuweit. "Gleichzeitig werden immense Kosten eingespart." Denn obwohl es im Generika-Bereich einen Mengenzuwachs von fast fünf Prozent gab, sind die Gesamtkosten für diese Form der Arzneimittel nur um 1,5 Prozent je Versichertem gestiegen.
Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz
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