BDI-Präsident warnt vor politischen Geisterfahrern

17.02.2010 | Wiesbaden
"Rösler unterstützen statt vorschnell kritisieren"

"Es ist Zeit, dass wir Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler gegen politische Geisterfahrer wie Markus Söder oder Karl Lauterbach in Schutz nehmen!" Mit diesen Worten wies der Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten, BDI e.V., Dr. med. Wolfgang Wesiack, die schrillen Attacken aus CSU und SPD auf Minister Rösler zurück. "Diese absurden Vorstellungen zeigen nur, dass ihren Urhebern die Probleme und Strukturen des Gesundheitswesens noch immer sehr fremd sind", kritisierte der erste Vizepräsident des BDI, Dr. med. Wolf von Römer, die politischen Angriffe. Der BDI hält es für falsch, beiseite zu stehen und zu beobachten, ob Rösler sich wohl durchsetzen werde: "Anstatt den Minister zu kritisieren, bevor er überhaupt Entscheidungen getroffen hat, sollten wir ihn dabei unterstützen, die richtigen Entscheidungen zu treffen", kommentierte Prof. Dr. med. Malte Ludwig, zweiter Vizepräsident des BDI. Das BDI-Präsidium wies darauf hin, dass der Minister in allen öffentlichen Äußerungen seit seinem Amtsantritt erklärt habe, dass er das Gesundheitssystem deutlich entbürokratisieren und mehr Kompetenzen in die Selbstverwaltung und die Regionen zurückverlagern wolle: "Dies sind exakt die Positionen, die wir vor der Wahl aufgestellt haben." Es sei erfreulich, dass sie zumindest in der Zielsetzung nun offizielle Politik der neuen Bundesregierung geworden seien. Die schweren Altlasten von vielen Jahren Zentralisierungs- und Entmündigungspolitik durch Ulla Schmidt (SPD) könnten nicht in wenigen Monaten beiseite geräumt werden. "Um so mehr verdient Minister Rösler unsere tatkräftige Unterstützung", so Wesiack. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung sei in den vergangenen Jahren eher trotz als wegen der SPD-Politik auf hohem Niveau gehalten worden. Jetzt habe die Ärzteschaft die Chance, dass sie ihre Expertise wieder in die Politik einbringen könne: "Ich rufe dazu auf, diese Chance auch zu nutzen und die Arbeit des Gesundheitsministers konstruktiv zu begleiten", betonte der BDI-Präsident.

Quelle: Pressemeldung Berufsverband Deutscher Internisten e.V.

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