BMELV und Baden-Württemberg bündeln Kräfte in der Ernährungs- und Lebensmittelforschung

30.01.2009 | Berlin
Der Bund und das Land Baden-Württemberg wollen in der ernährungswissenschaftlichen Forschung enger zusammen arbeiten. Dazu haben Bundesernährungsministerin Ilse Aigner und Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg eine Rahmenvereinbarung geschlossen.

Sie soll die Kooperation des Karlsruher Max Rubner-Instituts (MRI) mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg ermöglichen. "Die enge Zusammenarbeit des Max-Rubner-Instituts mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg wird Synergieeffekte ermöglichen und die Qualität der Forschung bei allen Partnern erhöhen", betonten Aigner und Frankenberg anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung.

"Das Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, soll vor allem auf den Gebieten der Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln, im Bereich der funktionellen Lebensmittelkomponenten, bei der Erforschung von Nanostrukturen in Lebensmitteln sowie in der ernährungsphysiologischen und ernährungsmedizinischen Forschung mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes Baden-Württemberg zusammenarbeiten", sagte Ministerin Aigner.

"Für gesunde und sichere Lebensmittel setzt sich Baden-Württemberg besonders ein. Daher haben wir unsere Lebensmittel- und Ernährungsforschung seit 2002 konsequent gestärkt. Die Exzellenz-Universität Karlsruhe hat auch auf diesem Gebiet einen guten Ruf. Durch die Zusammenarbeit mit dem Max Rubner-Institut kann in Karlsruhe ein ausstrahlungskräftiger Schwerpunkt in den für die Gesundheit der Bevölkerung wichtigen Forschungsfeldern geschaffen werden. Auch die Universitäten Hohenheim und Tübingen stehen mit hoher Kompetenz als Partner zur Verfügung", erklärte Minister Frankenberg.

Als Felder der Zusammenarbeit wurden der wissenschaftliche Informationsaustausch, Abstimmungen bei der Planung von Investitionsmaßnahmen und die gegenseitige Nutzung der Infrastruktur vereinbart. Im personellen Bereich werden vor allem gemeinsame Berufungen bei Leitungspositionen angestrebt. Die stärkere Vernetzung mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Länder gehört zum Konzept für eine zukunftsfähige Ressortforschung des Bundesministeriums für Ernährungs, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und wurde auch vom Wissenschaftsrat gefordert.

Das MRI gehört als Ressortforschungseinrichtung zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Neben der Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln und den Bereichen, in denen nun verstärkt mit Baden-Württemberg zusammengearbeitet werden soll, geht es bei der Forschung des MRI auch um Fragen des Ernährungsverhaltens. Projekte wie die Nationale Verzehrsstudie und das Nationale Ernährungsmonitoring unterstreichen dabei die führende Rolle des MRI in Deutschland.

Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

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