Benefiz-Konzert "Schotter gegen den Atomzug" in Hamburg

01.11.2010 | Hamburg
Die Bewegung gegen den von der Bundesregierung beschlossenen langfristigen Weiterbetrieb von Atomkraftwerken ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. So stellen im Vorfeld des am kommenden Wochenende erwarteten Transports von Atommüll nach Gorleben jetzt rund zwei Dutzend norddeutsche Unternehmer Geld für die Anti-Atom-Proteste bereit.

Geschäftsführer und Firmeninhaber haben ein Benefiz-Konzert unter dem Motto "Schotter gegen den Atomzug" am 3. November in der Hamburger "Fabrik" organisiert. Unterstützt wird dieses Konzert von der Umweltorganisation ROBIN WOOD. Der Erlös wird noch am selben Abend der "Bäuerlichen Notgemeinschaft Wendland" übergeben. Damit werden spektakuläre Protestaktionen unterstützt, die verhindern sollen, dass der avisierte Atomzug sein Ziel erreicht.

Die unabhängige Initiative "Unternehmer gegen Atomkraft" - die bereits im letzten Jahr den einwöchigen Anti-Atom-Treck von Hunderten Traktoren nach Berlin mitfinanzierte - lädt gemeinsam mit der Umweltorganisation ROBIN WOOD drei Tage vor dem von den Sicherheitsbehörden geplanten Eintreffen des sogenannten Castor-Transports zum "Benefiz für den Castor-Widerstand" in die Hamburger "Fabrik": Hier spielen ohne Gage unter anderem die Punk-Ikonen von Slime, die Blues-Legende Abi Wallenstein & Friends, die Hamburger SkaPunk-Band Rantanplan und mit D-Flame & Band eine der bekanntesten deutschen Hip-Hop-Formationen. Als Überraschungsgast hat zudem ein Mega-Star der deutschen Musikszene sein Kommen angekündigt - um mit den anderen Künstlern zum Widerstand gegen den Castor-Transport aufzurufen. Zudem berichten Unternehmer, Professoren und die Bauern von Protestplänen, die es in dieser Form noch nie gegeben hat.

"Wir dokumentieren mit unserem unternehmerischen Engagement die eindrucksvolle gesellschaftliche Breite, die der Widerstand gegen die fortgesetzte Nutzung der Atomenergie inzwischen erreicht hat. Wir freuen uns, wenn wir die Zehntausenden unterstützen können, die diesen Widerstand Anfang November konkret auch auf die Straßen und Schienen tragen, auf denen der Atomzug Richtung Gorleben gebracht werden soll", sagt Ingo Werth, Geschäftsführer des Kfz-Meisterbetriebs "Autodock".

Und Ralf Gauger, Inhaber des Bauunternehmens "Hamburger Aufbau", ergänzt: "Unser Sponsoring kann zu geeigneten Maßnahmen der Bürgerinitiativen beitragen, welche die Straßen- und Schienenwege für den Castor unpassierbar machen. Damit ist das bereitgestellte Geld gut angelegt."

Dem schließt sich auch der angesehene Hamburger Medienunternehmer Frank Otto an, der das Konzert in der Fabrik mit dem Fernsehjournalisten Oliver Neß moderiert: "Die Proteste sind ein Aufstand der Anständigen. Ich habe noch keinen Kapitalisten kennengelernt, der bereit war, das Risiko für die Atomtechnologie zu übernehmen."

Quelle: Pressemeldung "ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.

Dieser Beitrag wurde bisher 113 mal gelesen.
(Rang 139 auf landtagswahlen24.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Geschäftsgeschenke - eine gute Idee?

13.03.2012 | In vielen Betrieben gehören Geschäftsgeschenke längst zum Alltag. Zu verschiedenen Anlässen, wie etwa an...

weiter in Geschäftsgeschenke - eine gute ...

Das Internet als Demokratie-Verstärker

07.11.2011 | Zwei Drittel sehen positiven Effekt für "mehr Demokratie" Fast jeder Zweite sieht im Web Chancen zur...

weiter in Das Internet als ...

Gutachten zum Achten Familienbericht: Kein Ausspielen von Zeit und Geld

28.10.2011 | Anlässlich der Übergabe des Sachverständigengutachtens für den Achten Familienbericht an...

weiter in Gutachten zum Achten ...

Ohoven: Die Wette läuft, die Risiken steigen

27.10.2011 | Zu den Ergebnissen des EU-Gipfels erklärt der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW)...

weiter in Ohoven: Die Wette läuft, die ...



Aktuelles

Betreuungsausbau statt Betreuungsgeld!

Anlässlich der von der Koalition geplanten Verrechnung des...

weiter ...

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...

weiter ...

Neuigkeiten

Neue Energie für Bayern - WSB Unternehmensgruppe eröffnet Büro in Oberfranken

Die WSB Unternehmensgruppe weitet ihr Engagement für die...

weiter ...

Schießt nicht auf Unschuldige!

Bischof auf Ägypten verurteilt die Gewalt gegenüber...

weiter ...

Weitere Themen

Pixelpark sagt Nihao zum Kölner Chinajahr

www.chinajahr-koeln.de im Responsive Design

weiter ...

Kirchliche Hilfswerke fordern politische Lösung für Somalia

Aus Anlass der Eskalation der Kriegshandlungen in Somalia...

weiter ...

Archiv

Geschäftsgeschenke - eine gute Idee?

In vielen Betrieben gehören Geschäftsgeschenke längst zum...

weiter ...