Bundesumweltministerium fördert Kompetenzaufbau für eine nachhaltige Energieversorgung

19.02.2009 | Berlin
Mit dem Projekt "Transfer Renewable Energy and Efficiency (TREE)" fördert das Bundesumweltministerium den Wissenstransfer zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller sagte bei der Präsentation des Projektes heute in Berlin: "Der Bedarf an Wissensvermittlung und Austausch ist riesig. Die Unterstützung des Kompetenzaufbaus ist das Schlüsselelement für eine nachhaltige Entwicklung und den globalen Klimaschutz".

Über 850 Interessente aus 14 Ländern von drei Kontinenten sind der Aufforderung der in Berlin ansässigen Weiterbildungsakademie Renewables Academy (RENAC) gefolgt, sich für ein Seminarstipendium zu bewerben. Insgesamt 230 ausgewählte Stipendiaten erhalten derzeit einen Überblick über Windenergie, Solarthermie, Photovoltaik, alle Formen der Bioenergie sowie Geothermie. Auch die Netzanbindung erneuerbarer Energien sowie Energieeffizienz in Gebäuden, in Industrie und Gewerbe stehen auf dem Programm.

Das TREE-Projekt wird mit Mitteln der 2008 ins Leben gerufenen Internationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Damit unterstützt das BMU Entwicklungs- und Schwellenländer beim Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft, dem Schutz von Kohlenstoffsenken wie den großen Waldgebieten der Erde sowie bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Jährlich stehen für internationale Projekte 120 Millionen Euro zur Verfügung. Derzeit werden gut 100 Projekte in rund 50 Ländern gefördert. Finanziert wird die Klimaschutzinitiative aus der Versteigerung von Emissionsrechten innerhalb des Europäischen Emissionshandels. Deutschland ist auch mit diesem innovativen Finanzierungsmechanismus im internationalen Klimaschutz ein Vorreiter.

Kompetenzaufbau ist auch eine der Hauptaufgaben der von Deutschland initiierten und am 26. Januar 2009 gegründeten IRENA, der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien. IRENA wird als Know-how-Zentrum Kompetenzen in allen Bereichen erneuerbarer Energien bündeln und Industrie- und Entwicklungsländer beim Aufbau erneuerbarer Energien praxisnah unterstützen.

Quelle: Pressemeldung Bundesumweltministerium

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