Bundesverbraucherministerin gibt Startschuss für "Verbraucher sicher online"

26.08.2009 | Berlin
Team der TU Berlin entwickelte und betreut das neue Informationsportal / Verständliche Erklärung und Kontakt zum Nutzer

Am 26. August 2009 wird das neue Informationsportal "Verbraucher sicher online" von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner unter www.verbraucher-sicher-online.de im Internet gestartet. Entwickelt und umgesetzt hat es ein Team der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik der Technischen Universität Berlin.

Das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderte Projekt läuft über drei Jahre und wird gemeinsam mit dem Partnerprojekt "Surfer haben Rechte" des "Verbraucherzentrale Bundesverband" der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit "Verbraucher sicher online" sollen Verbraucherinnen und Verbraucher über die sichere Computereinstellung und Internetnutzung sowie den barrierefreien Zugang zu digitalen Inhalten und Informationen umfassend und verständlich informiert werden.

In den vergangenen Jahren hat die Computer- und Internetnutzung in Deutschland stetig zugenommen. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher verfügen über einen leistungsfähigen Computer und breitbandigen Internetzugang. Internetaktivitäten wie E-Mail, Homebanking, Online-Shopping gehören inzwischen zum selbstverständlichen Teil des Alltags vieler.

"Alle diese Nutzungsvorgänge sind mit spezifischen Sicherheitsrisiken und Nutzungsbarrieren verbunden, über die in den Medien und im Internet auch informiert wird. Allerdings werden diese Informationen häufig den konkreten Fragen, vor denen der Verbraucher steht, nicht gerecht. Wie richte ich mein E-Mail-Programm sicher ein? Was sind 'aktive Inhalte' oder 'Cookies' und wo kann ich diese in meinem Browser ausschalten? Kann ich meine gekaufte Musik so umwandeln, dass sie mein MP3-Player abspielen kann? Auf diese und weitere Fragen geben wir konkrete, einfache und verständliche Antworten", fasst Prof. Dr. Bernd Lutterbeck vom Fachgebiet "Informatik und Gesellschaft" der TU Berlin zusammen. Er leitet gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß vom Fachgebiet "Kommunikations- und Betriebssysteme" das Projekt.

Mit den zur Verfügung gestellten Informationen können die Nutzerinnen und Nutzer die nötigen Vorkehrungen treffen, um sich sicher im Internet zu bewegen. Neben Artikeln werden gezielt Screencasts, interaktive Videos und Diashows eingesetzt, um Schritt für Schritt durch die Einstellungen auf dem Computer oder in Internet-Diensten zu führen. Diese Anleitungen werden sukzessive für alle relevanten Betriebssysteme (Windows, Mac OS X, Linux usw.) und Anwendungen wie Webbrowser (Firefox, Safari, Internet Explorer) erstellt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Kommunikation mit dem Nutzer und Verbraucher, zunächst in Form eines Forums und über Mailkontakte. Weitere Aktivitäten wie etwa Kampagnen in Schulen, Veranstaltungspräsentationen sowie Informationsbroschüren zu Schwerpunktthemen sind geplant.

"Das Projekt ist Teil des Schwerpunktes IT-Sicherheit der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin. Dieser Schwerpunkt wird zurzeit mit der Einrichtung neuer Stiftungsprofessuren weiter ausgebaut und stellt einen wesentlichen Bestandteil des strategischen Forschungsthemas 'Sicherheit' der TU Berlin dar", erklärt Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, einer der beiden wissenschaftlichen Leiter des neuen Projektes

Quelle: Pressemeldung Technische Universität Berlin

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