Chancen und Grenzen der Genomforschung

22.02.2010 | Berlin
BMBF fördert europäische Forschungsverbünde zu ethischen Fragen

Die rasanten Fortschritte der modernen Biotechnologie eröffnen viel versprechende Perspektiven. Wie aber geht die Gesellschaft mit völlig neuartigen Technologien und Möglichkeiten um? Deutsche, finnische und österreichische Wissenschaftler stellen sich der Aufgabe, die Chancen und Grenzen der Genomforschung zu analysieren und zu reflektieren. In interdisziplinären Forschungsverbünden sollen ethische, rechtliche, soziokulturelle und ökonomische Aspekte untersucht werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die internationale "ELSA-GEN"-Initiative in den kommenden drei Jahren mit 2,2 Millionen Euro.

Ein international besetztes Expertengremium wählte vier hochkarätig besetzte Forschungsverbünde mit deutschen, finnischen und österreichischen Wissenschaftlern aus. Die Verbünde werden von deutschen Forschern am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe und an den Universitäten Frankfurt, Marburg und Hamburg koordiniert, wo sie in Kürze ihre Arbeit aufnehmen.

Die Genomforschung hat das Ziel, den genetischen Bauplan des Menschen zu entschlüsseln. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen eine gezieltere Prävention, Diagnose und Therapie von Krankheiten. Vor diesem Hintergrund ist die Arbeit der Forschungsverbünde wichtig, da die Ergebnisse der Genomforschung eine hohe gesellschaftliche Relevanz besitzen: Was bedeuten Gentests für die Betroffenen und ihre Familien? Was geschieht mit den gewonnenen Daten? Wer darf für Biobanken erhobene Informationen verwenden? Die kritische Auseinandersetzung und die Herausarbeitung von Kriterien für den adäquaten Umgang mit den Forschungserkenntnissen sind unerlässlich, um Lösungen für diese komplexen Fragen zu finden. Das BMBF fördert daher Forschungsarbeiten zu ELSA (ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten) als integralen Bestandteil lebenswissenschaftlicher Forschung. Die "ELSA-Gen"-Initiative stellt dabei die internationale Zusammenarbeit in den Vordergrund, um unterschiedlichen Sichtweise für gemeinsame Lösungen fruchtbar zu machen.

Die gemeinsame Internetseite der "ELSA-GEN"-Initiative finden Sie hier: http://www.elsagen.at/

Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Achter Familienbericht "Zeit für Familie": Viel Pragmatismus, wenig Innovation

14.03.2012 | Anlässlich der heutigen Beratung des Achten Familienberichts im Kabinett erklärt Christiane Reckmann,...

weiter in Achter Familienbericht "Zeit für ...

Kinderkommission zum Tag der Kinderrechte am 20. November 2011

18.11.2011 | Vor 22 Jahren verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die UN-Konvention über die Rechte...

weiter in Kinderkommission zum Tag der ...

Belegärzte: Der 20 %ige Abschlag bei der Honorararztregelung muss weg!

16.11.2011 | Die Vergütungssituation der internistisch tätigen Belegärzte ist so desolat, dass zahlreiche interne...

weiter in Belegärzte: Der 20 %ige Abschlag ...



Aktuelles

Betreuungsausbau statt Betreuungsgeld!

Anlässlich der von der Koalition geplanten Verrechnung des...

weiter ...

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...

weiter ...

Neuigkeiten

Neue Energie für Bayern - WSB Unternehmensgruppe eröffnet Büro in Oberfranken

Die WSB Unternehmensgruppe weitet ihr Engagement für die...

weiter ...

Schießt nicht auf Unschuldige!

Bischof auf Ägypten verurteilt die Gewalt gegenüber...

weiter ...

Weitere Themen

Pixelpark sagt Nihao zum Kölner Chinajahr

www.chinajahr-koeln.de im Responsive Design

weiter ...

Kirchliche Hilfswerke fordern politische Lösung für Somalia

Aus Anlass der Eskalation der Kriegshandlungen in Somalia...

weiter ...

Archiv

Geschäftsgeschenke - eine gute Idee?

In vielen Betrieben gehören Geschäftsgeschenke längst zum...

weiter ...