DAK geht in Sachen Telemedizin voran

28.04.2010 | Hamburg
Die DAK bietet Versicherten mit Herzschrittmachern ab sofort einen elektronischen Begleiter an: "Menschen, die einen Herzschrittmacher oder einen implantierten Defibrillator tragen, leben mit einer hohen Ungewissheit. Wir möchten unseren Kunden auch dort Sicherheit geben, wo gerade kein Arzt direkt erreichbar ist. Telemedizin macht"s möglich", sagt DAK-Chef Herbert Rebscher.

Die DAK stellt Versicherten ohne Zusatzkosten ein handyähnliches Gerät zur Verfügung, das permanent im Kontakt mit dem Herzschrittmacher ist und selbstständig den Arzt informiert. "Der behandelnde Mediziner erhält automatisch lückenlose, tagesaktuelle Daten zum Therapieverlauf und zu auftretenden gesundheitlichen Risiken. Über eine gesicherte Internetplattform behält er seine Patienten im Blick. Der Patient muss dafür nichts tun", erklärt Udo Tegtmeyer, Geschäftsführer der Firma Biotronik, die das Gerät zurzeit als einzige anbietet. Aktuell werden rund 7000 Patienten bundesweit mit dem Home Monitoring System betreut. Das Berliner Unternehmen gehört zu den größeren Anbietern bei Herzschrittmacher-Systemen.

Telemedizin in der Regelversorgung

"Für uns ist dies ein Beispiel dafür, dass Telemedizin durchaus den Eingang in die Regelversorgung finden kann. Der zunehmende Kostendruck im Gesundheitssystem erfordert solche Innovationen. Deshalb gehen wir gern einen Schritt weiter als andere", betont Rebscher. Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte würden durch das Überwachungssystem auf ein Minimum reduziert. "Die Einsparungen für die DAK können jährlich pro Patient in vierstelliger Höhe liegen", sagt Rebscher.

Das Home Monitoring System der Firma Biotronik wird am morgigen Donnerstag im Rahmen des "Zukunftskongresses Gesundheits­wirtschaft" im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler vorgestellt.

Quelle: Pressemeldung D A K - Unternehmen Leben

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