Das Vertrauen in den Atomwaffensperrvertrag nutzen um Abrüstung voranzubringen!
Der Atomwaffensperrvertrag scheint fürs Erste gerettet, denn die Überprüfungskonferenz endete mit einem konsensualen Abschlussdokument, das ein klares Bekenntnis zur nuklearen Abrüstung enthält.
Das Ergebnis lässt all diejenigen, die ein Scheitern wie im Jahr 2005 fürchteten, aufatmen. Aber es ist nur ein kurzes Luftholen, denn allein mit der Bewahrung des Vertrages vor einem Infarkt ist es nicht getan. Die erzielten Vereinbarungen stellen einen, wenn auch begrenzten, Fortschritt dar und bilden eine wichtige Vertrauensgrundlage für den Erhalt des Nichtverbreitungsregimes. Insbesondere die Wiederbelebung der Idee eines "atomwaffenfreien Nahen Ostens" und konkrete Planungen diesbezüglich sind ein wichtiger Schritt..
Das wieder gewonnene Vertrauen der internationalen Gemeinschaft und insbesondere der Nichtatomwaffenstaaten darf jetzt nicht verspielt werden. Es ist nun vor allem an den Atomwaffenstaaten, den Geist des Atomwaffensperrvertrages mit konkreten und weitreichenden Abrüstungsschritten wiederzubeleben. Umso bedauerlicher ist es, dass diese sich mit aller Macht dagegen gewehrt haben, sich auf Zeitpläne festzulegen.
Das Abschlussdokument ist, was die Gefahren der zivilen Nutzung der Atomenergie angeht, auf einem Auge blind. Allein schon wegen der langen Bauzeiten und hohen Kosten sind Atomkraftwerke ohnehin keine Lösung für die drängenden klimapolitischen Fragen. Ihre weltweite Verbreitung ist außerdem höchstgefährlich - nicht nur weil immer eine Katastrophe wie in Tschernobyl passieren kann, sondern weil mit der ungezügelten Verbreitung der Atomkraft das Risiko immens erhöht wird, dass Nuklearmaterial in die Hände von Terroristen gelangt.
Deutschland darf sich hierbei als de facto Atommacht der Verantwortung nicht entziehen und muss den im Koalitionsvertrag vereinbarten Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel in die Tat umsetzen. Von innenpolitischen Querelen geschwächt, gab die Bundesregierung auf der Überprüfungskonferenz keine besonders gute Figur ab. Deutschland und Europa haben die Chance verpasst, eine Vorreiterrolle in Sachen nukleare Abrüstung einzunehmen. Der Bundesregierung bleiben nicht mehr viele Chancen, bevor sich das Zeitfenster für nukleare Abrüstung wieder schließt und die Welt sich auf den unkontrollierbaren und risikoreichen Weg der ungezügelten Nutzung der Atomenergie begibt, zivil wie militärisch.
Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Weitere News
Betreuungsausbau statt Betreuungsgeld!
25.04.2012 | Anlässlich der von der Koalition geplanten Verrechnung des Betreuungsgeldes mit SGB II-Leistungen erklärt...
weiter in Betreuungsausbau statt ...Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher
21.11.2011 | vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an den Kosten der Energiewende
weiter in Netzentgelte: Regierung schröpft ...Allgäu Initiativ Konferenz beschließt Resolution aufgrund Bundeswehr-Standortschließungen
14.11.2011 | Gremium möchte mit Forderungen betroffene Kommunen unterstützen
weiter in Allgäu Initiativ Konferenz ...Lammert und Voßkuhle diskutieren über "Verfassungsgericht und Gesetzgeber"
10.11.2011 | Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "W-Forum" diskutieren Bundestagspräsident Norbert Lammert und der Präsident...
weiter in Lammert und Voßkuhle diskutieren ...BDI steht auf Seiten der Klinikärzte Solidarität mit Streikenden an Univ.-Kliniken
01.11.2011 | In einer Urabstimmung über einen Streik an den Univ.-Klinken haben 97,4 Prozent der teilnehmenden Ärzte für...
weiter in BDI steht auf Seiten der ...Aktuelles
Betreuungsausbau statt Betreuungsgeld!
Anlässlich der von der Koalition geplanten Verrechnung des...
weiter ...Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher
vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...
weiter ...Neuigkeiten
Neue Energie für Bayern - WSB Unternehmensgruppe eröffnet Büro in Oberfranken
Die WSB Unternehmensgruppe weitet ihr Engagement für die...
weiter ...Weitere Themen
Kirchliche Hilfswerke fordern politische Lösung für Somalia
Aus Anlass der Eskalation der Kriegshandlungen in Somalia...
weiter ...Archiv
Geschäftsgeschenke - eine gute Idee?
In vielen Betrieben gehören Geschäftsgeschenke längst zum...
weiter ...Keine Versorgungslösungen, kein Angebot Hausarztzentrierter Versorgung für Versicherte
GKV-Spitzenverband hat versagt
weiter ...Verschiedenes
Achter Familienbericht Zeit für Familie: Viel Pragmatismus, wenig Innovation
Anlässlich der heutigen Beratung des Achten Familienberichts...
weiter ...Lebensmittelkontrollen: Aigner muss das Heft in die Hand nehmen
vzbv fordert Ende der Kleinstaaterei
weiter ...
