Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte fliegt in den Weltraum
60 Jahre nach deren Annahme durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Palais de Chaillot in Paris am 10. Dezember 1948 wird die Erklärung nun eine Reise in den Weltraum antreten. Ihre außerirdische Heimat wird das Columbus-Labor der ESA, das an die Internationale Raumstation ISS angedockt ist, werden.
Am Freitag den 7. November wird Frau Rama Yade, Staatssekretärin für internationale Beziehungen und Menschenrechte in der französischen Regierung, im französischen Außenministerium am Quai d’Orsay eine Kopie der Erklärung an den Generaldirektor der ESA, Herrn Jean-Jaques Dordain übergeben.
The European Columbus laboratory installed
Das Dokument, gut geschützt in einer weltraumtauglichen Verpackung, wird dann seine Reise in den Weltraum am 14. November (wenn alles planmäßig verläuft) an Bord des Space Shuttle vom Kennedy Space Center antreten und die Internationale Raumstation einige Tage später erreichen. Dort wird es im multidisziplinären ESA-Weltraumlabor Columbus langfristig in einer Schublade verwahrt.
"Das Astronauten-Corps der ESA begrüßt diese humanitäre Initiative. In Anerkennung der Tatsache, dass Menschen auch heute noch unterdrückt werden, kann die Erklärung ihren Platz symbolisch "über" der Weltbevölkerung finden." ist ESA-Astronaut Léopold Eyharts überzeugt. Er war während seines zweimonatigen Aufenthalts in der ISS im Frühjahr diesen Jahres an Start, Andocken und Inbetriebnahme des Columbus-Labors beteiligt.
Die Internationale Raumstation beherbergt permanent eine dreiköpfige international zusammengesetzte Mannschaft (bald wird die Stammbesatzung auf sechs Personen aufgestockt), die im Weltraum lebt und arbeitet. Sie führt dabei Forschungsarbeiten im Interesse und zum Nutzen der gesamten Menschheit aus. Europa ist bei dieser internationalen Zusammenarbeit mit den USA, Russland, Kanada und Japan ein aktiver, viele Beiträge leistender Partner.
Quelle: Pressemeldung European Space Agency
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