Eine "Magna Charta" gegen Kinderarbeit
Die Erklärung haben 38 Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister von Ruhrgebietskommunen unterzeichnet. Mit der Erklärung gegen ausbeuterische Kinderarbeit gehen die Kommunen einen bedeutenden Schritt in Richtung Einhaltung der Menschenrechte, insbesondere Schutz von Kindern weltweit. Die Einkünfte aus dem Fairen Handel ermöglichen Menschen in den Entwicklungsländern Zugang zum Gesund-heitswesen, zu Bildung und zur Teilhabe am wirtschaftlichen Handeln.
"Wir vom GMÖ unterstützen diesen Prozess, indem wir in unserer Alltagsarbeit die Ehrenamtlichen in den Weltläden stärken", erklärt GMÖ-Pfarrerin Ursula Thomé. "Denn die Ehrenamtlichen sind es maßgeblich, die auch künftig an diesem Thema dranbleiben. Gemeinsam wollen wir die Kommunen im-mer wieder daran erinnern, ihre Zusagen einzuhalten." Im Netzwerk Faire Kulturhauptstadt unterstützen sich die Akteure gegenseitig. "Kirchliche Gruppen haben einen großen Anteil an der Weltladenarbeit und sind sehr aktiv im fairen Handel", sagt Pfarrerin Thomé "aber genauso wichtig ist es, auch mit nicht-kirchlichen Akteuren zu kooperieren und voneinander zu lernen."
Fritz Pleitgen, leitender Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH, stellte in seiner Festrede zur Unterzeichnung der "Magna Charta Ruhr 2010" in Dortmund heraus, dass die Initiative ein großes Signal für das Ruhrgebiet wie auch für andere Regionen ist. Gleichzeitig werde gezeigt, wie das Ruhrgebiet nicht nur sich selbst weiterentwickelt, sondern auch dazu beiträgt, dass anderen Regionen dieser Welt die Chance auf eine gerechtere Entwicklung nicht verwehrt wird.
Neben dem GMÖ gehören zum Netzwerk Weltläden, Eine-Welt-Zentren, Agenda-Büros und kirchliche Einrichtungen. Ihr Ziel ist es, das Ruhrgebiet zu einer fairen Metropole zu machen, die in der öffentlichen Beschaffung Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit vermeidet und verstärkt Produkte aus Fairem Handel verwendet. Vom Netzwerk stammt auch die Postkartenserie "Faire Metropole Ruhr". Sie zeigt die Orte, an denen im Ruhrgebiet schon fair gehandelt wird.
Quelle: Pressemeldung Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR)
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