Entwicklungspolitik darf bei Bekämpfung von HIV/AIDS nicht nachlassen
Der laut jüngstem Weltaidsbericht festgestellte Rückgang der HIV-Neuinfektionen um 17 Prozent innerhalb von 10 Jahren ist ein großer Erfolg der internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung dieser heimtückischen Krankheit. Diese gute Nachricht zum Welt-AIDS-Tag zeigt, dass der Kampf gegen HIV/AIDS erfolgreich geführt werden kann. Sie mahnt aber auch, mit den Anstrengungen nicht nachzulassen.
Die meisten Infizierten leben nach wie vor in Entwicklungsländern, vor allem im sub-saharischen Afrika. Dort ist die Krankheit ein zentrales Entwicklungshemmnis und eine soziale Katastrophe für die Betroffenen. Wer Afrika voranbringen will - wie die deutsche Entwicklungspolitik - muss die HIV/AIDS-Bekämpfung weiterhin als wichtigen Faktor betrachten.
Deutschland stellt sich seiner Verantwortung. Im Rahmen unseres Beitrags zu den Milleniumsentwicklungszielen unterstützen wir bis 2015 40 Staaten mit insgesamt 500 Millionen Euro pro Jahr bei der Bekämpfung von HIV/AIDS.
Geld ist wichtig, Geld ist aber nicht alles. Deutsche Entwicklungspolitik muss auch zu einem Bewusstseinswandel in den Entwicklungsländern beitragen. Die Diskriminierung von HIV-Infizierten und Risikogruppen, wie z. B. Homosexuellen, ist nicht nur ein schwerer Verstoß gegen die Menschenrechte der Betroffenen, sie behindert auch eine effektive Bekämpfung der Krankheit. Vermehrte Aufklärung und Flankierung des Bewusstseinswandels müssen daher auch künftig Priorität der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sein.
Quelle: Pressemeldung CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
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