Fuldaer Bischof Algermissen muss sich entschuldigen

30.01.2009 | Berlin
Zu den Äußerungen des katholischen Bischofs von Fulda, Heinz Josef Algermissen zur Homosexualität erklärt Josef Winkler, Sprecher für Kirchenpolitik und interreligiösen Dialog:

Die Äußerungen des Bischofs von Fulda sind absolut inakzeptabel und überschreiten die Grenze zur Hetze gegen Minderheiten. Wer Lebenspartnerschaften von Homosexuellen, die nach Recht und Gesetz geschlossen werden als "abartig" bezeichnet, verlässt den demokratischen Grundkonsens dieses Landes.

Wer darüber hinaus fordert "die sollen ganz still so leben, wie sie es machen" verlangt von Homosexuellen ein Leben im Untergrund und in der katholisch verordneten Heimlichkeit. Dies ist ebenfalls einer offenen, demokratischen Gesellschaft unwürdig.

Besonders in einer Zeit, in der die Selbsthilfeorganisationen Rekordzahlen an gewaltsamen Übergriffen gegen Homosexuelle in Deutschland registrieren, darf auch ein katholischer Bischof das aggressive Klima gegen Homosexuelle nicht noch anheizen.

Eine Entschuldigung des Bischofs und eine Klarstellung durch die Bischofskonferenz sind dringend erforderlich.

Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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