Hartmannbund diskutiert mögliche Reaktionen auf das Vorschalt-Gesetz

05.11.2002 | Berlin
"Ausbildungsverträge für Arzthelferinnen werden im kommenden Jahr nicht mehr abgeschlossen, die Personalbestände in den Arztpraxen werden ausgedünnt und die Sprechstunden werden deutlich zurückgefahren". Für Dr. med. Hans-Jürgen-Thomas, den Vorsitzenden des Hartmannbundes, ist dieses Szenario "die logische Konsequenz aus der Notstandsgesetzgebung aus dem Hause Schmidt, die unter dem Deckmäntelchen "Vorschalt-Gesetz" präsentiert wird."

Während der Hartmannbund-Vorsitzende im Klinikbereich "auf die Durchsetzungskraft überzeugter Vertreter der Tarifhoheit" setzt, sieht er im niedergelassenen Bereich schwarz: "Dem mittelständisch strukturierten Wirtschaftsunternehmen Arztpraxis, insbesondere den Facharztpraxen, soll der Garaus gemacht werden, ohne Rücksicht darauf, dass damit die flächendeckende ambulante Patientenversorgung zusammenbrechen wird." Deshalb sei es "mehr als legitim", wenn die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen nach Jahren des Stillhaltens und der Honorareinbußen alle Möglichkeiten ausschöpften, um sich dagegen zur Wehr zu setzen. Dabei sind neben den eingangs erwähnten Möglichkeiten auch temporäre Praxis-Schließungen für Dr. Thomas kein Tabu-Thema mehr. Der Hartmannbund werde alle Aktionen gegen das Vorschalt-Gesetz fördern und massiv unterstützen, erklärte Dr. Thomas.

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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