Hartmannbund für Wahlfreiheit - besonders bei der Krankenversicherung

07.06.2005 | Berlin
Als eine "für frei denkende Menschen unerträgliche Bevormundung der Bürger" bezeichnet Dr. med. Hans-Jürgen Thomas, Vorsitzender des Hartmannbundes. Verband der Ärzte Deutschlands, die von der SPD geplante Bürgerversicherung.

"Jeder Wähler, der diesem Konzept zustimmt, gibt damit seine Entscheidungsfreiheit für die eigene Gesundheit mit dem Stimmzettel an der Wahlurne ab", kommentiert der Hartmannbund-Vorsitzende die Ankündigung aus dem Hause Schmidt, die Bürgerversicherung zum zentralen Wahlkampfthema zu machen.

"Wir können keine Zwangsversicherung akzeptieren, die die Versorgung der Patienten nicht nur nicht verbessert, sondern durch fehlenden Wettbewerb und die verstärkte Orientierung an ökonomischen Gesichtspunkten noch deutlich verschlechtert. Die Besorgnis erregende Entwicklung hin zu einer Durchökonomisierung des Gesundheitswesens, bei der nicht der Patient, sondern die Finanzierbarkeit der nötigen Behandlung im Vordergrund steht, muss endlich gestoppt werden."

"Wir sind keine ;sozialistischen Einheitsmenschen?, deshalb kann eine Einheitsversicherung für alle Bürger keine Lösung für unser Gesundheitssystem sein. Die Vergangenheit der sozialistischen Staaten hat gezeigt, dass eine Einheitsversorgung zur deutlichen Verschlechterung der Qualität führt", warnt Dr. Thomas. "Vielmehr gilt es, Eigenverantwortung und einen bewussten Umgang mit den Ressourcen zu fördern und individuelle Lebensumstände und Bedürfnisse zu berücksichtigen. Die Wahlfreiheit über die Art und den Umfang der Krankenversicherung ist dabei unabdingbar."

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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