Hausärzteverband hält an seinen Forderungen zur Gesundheitsreform fest

07.07.2006 | Köln
Der Deutsche Hausärzteverband begrüßt die in den Eckpunkten vorgestellte Einführung einer Euro-Gebührenordnung und die gleichzeitige Abschaffung der Honorar-Budgets. Auch die Einführung einer bundesweit einheitlichen Preisordnung und die Ablösung der länderspezifischen Honorarverträge ist als positiv zu betrachten. Allerdings hält der Deutsche Hausärzteverband auch weiterhin an seinen bislang nicht erfüllten Forderungen fest.

Bei allen noch zu klärenden Einzelheiten begrüßt der Deutsche Hausärzteverband die in den Eckpunkten vorgestellte Einführung einer Euro-Gebührenordnung und die gleichzeitige Abschaffung der Honorar-Budgets. Auch die Einführung einer bundeseinheitlichen Preisordnung und die Ablösung der länderspezifischen Honorarverteilungsverträge ist als positiv zu betrachten. Allerdings hält der Deutsche Hausärzteverband daran fest, die hausärztliche Gebührenordnung bereits zum 1.1.2007 einzuführen. Ebenso unterstützt der Deutsche Hausärzteverband den Erhalt der PKV und die Einführung von mehr Vertragsvielfalt einschließlich des zwingenden Angebots eines Hausarzttarifes für alle Versicherten.

Die vorliegenden Eckpunkte bedürfen allerdings in vielen Bereichen noch weiterer Konkretisierungen. Dazu gehört die Einführung eines hausärztlichen Verhandlungsmandats bei der Festlegung der hausärztlichen Honorare. Es muss sichergestellt sein, dass die Interessen der Hausärzte bei der Verhandlung des Bundespreisniveaus ausreichend berücksichtigt werden. Dies ist umso wichtiger, da im zukünftigen Honorarsystem eine Trennung der Gesamtvergütung und damit Sicherung des hausärztlichen Honoraranteils wegfällt. Der Deutsche Hausärzteverband fordert deshalb nach wie vor die "Verkammerung des Bewertungsausschusses", um ein hausärztliches Selbstbestimmungsrecht bei der Festlegung der Vergütungshöhe für den hausärztlichen Bereich zu institutionalisieren. Um eine dauerhafte Sicherung der hausärztlichen Interessen zu gewährleisten hält der Deutsche Hausärzteverband an seiner Forderung nach dem Selbstbestimmungsrecht der Hausärzte in den KVen mit entsprechender regionaler Ausgestaltung fest.

Quelle: Pressemeldung Deutscher Hausärzteverband e.V.

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