Hoppe begrüßt Debatte der Politik über Ärztemangel
Jörg-Dietrich Hoppe, mit Blick auf aktuelle Daten zur Arztzahlentwicklung der Bundesärztekammer.
Die nach der Statistik leicht gestiegene Zahl der Ärztinnen und Ärzte (421.686) ist in erster Linie auf den Zuwachs an Ärztinnen zurückzuführen. Der Anteil der Ärztinnen an den Erstmeldungen bei den Ärztekammern lag im Jahre 2009 bei 58,1 Prozent (Vorjahr: 57,9 Prozent). Der Prozess der sogenannten Feminisierung der ärztlichen Profession, der das Angebot an Arztstunden in der Patientenversorgung weiter reduziert, setzt sich damit fort.
"Arbeitszeitverkürzung und die steigende Zahl an Ärztinnen in der Versorgung bedingen, dass das schon gesunkene Arbeitsvolumen auf mehrere Köpfe verteilt werden muss. Da aber zeitgleich die Arbeitslast steigt, kommt es zu einer zunehmenden Verdichtung von Arbeit, Überlastung und Demotivation von Ärzten", warnte Hoppe. Die ohnehin in vielen Regionen angespannte Versorgungssituation verschärfen könnte, dass bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten der Anteil der unter 40-Jährigen weiter gesunken ist, und zwar von 5,1 Prozent im Jahre 2008 auf 4,5 Prozent. Zugleich ist der Anteil der mindestens 60-Jährigen von 19,9 Prozent auf 21,5 Prozent gestiegen.
Hoppe begrüßte vor diesem Hintergrund, dass die Politik mit dazu beitragen will, den Arztberuf für Berufseinsteiger wieder attraktiver zu gestalten. Zuletzt hatte die FDP bei ihrem Parteitag Ende April betont, sich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf stark machen und Bürokratie zurückfahren zu wollen. Auch sollen Ärzte nach dem Willen der Liberalen eine leistungsgerechte Vergütung in einem einfachen und transparenten Rahmen erhalten.
Quelle: Pressemeldung Bundesärztekammer
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