IHK: Stimmung in der Wirtschaft hellt sich weiter auf
"Dieses Stimmungsbild ist ein Funken Hoffnung, das Feuer eines Aufschwungs ist noch lange nicht entfacht", deutet IHK-Hauptgeschäftsführer Richard Patzke die Umfrageergebnisse. Die Werte zur Geschäftslage beispielsweise lägen noch deutlich unten den Werten vor Eintritt der Krise. Zuversichtlich stimmt jetzt die Entwicklung des Außenhandels: "Der zwar langsame, aber stetige Aufwärtstrend zeugt davon, dass sich wichtige Exportländer ebenfalls von der Krise erholen und die traditionell exportorientierten rheinhessische Unternehmen mit einer stabileren Auftragslage rechnen." Als hoffnungsvolles Zeichen für den noch schwachen Binnenmarkt wertet der IHK-Hauptgeschäftsführer die wachsende Investitionsbereitschaft der Unternehmen, die besonders im verbrauchernahen Handelsbereich deutlich hoch ausfällt.
Die Ergebnisse der IHK-Umfrage zeigen, dass mit 28 Prozent mehr Firmen von einer aktuell "guten Geschäftslage" sprechen (Herbst 2009: 18 Prozent). Ebenso ergeben die Geschäftserwartungen für die nächsten zwölf Monate ein verbessertes Bild: Hier rechnen 32 Prozent (Herbst 2009: 27 Prozent) mit "besseren Geschäftserwartungen". Gesunken ist die Zahl der Unternehmen, die von "schlechteren Geschäftserwartungen" ausgehen: Ledigleich noch 19 Prozent (Herbst 2009: 22 Prozent) richten den Blick pessimistisch in die Zukunft.
Ein Viertel der Firmen (Herbst 2009: 22 Prozent) melden vollere Auftragsbücher dank des Exportgeschäfts. Nur noch 22 Prozent (Herbst 2009: 33 Prozent) sprachen von schlechteren Auslandsumsätzen. Bei den Prognosen für die nächsten zwölf Monate ergibt sich ein ähnliches Bild: 48 Prozent (Herbst 2009: 46 Prozent) gehen von einer höheren Auftragslage aus, 52 Prozent (Herbst 2009: 38 Prozent) sehen eine "gleich bleibende Entwicklung". Dagegen stagniert der Binnenmarkt. Nur noch 12 Prozent der Unternehmen (Herbst 2009: 30 Prozent) gaben an, dass im vergangenen Vierteljahr mehr Aufträge aus dem Inland gekommen seien. 56 Prozent (Herbst 2009: 32 Prozent) sprachen von einer "gleich gebliebenen" Auftragslage.
Auch eine leichte Belebung des Arbeitsmarktes könnte in den nächsten zwölf Monaten zu erwarten sein. Ein Fünftel der Betriebe (Herbst 2009: 16 Prozent) will neue Stellen schaffen, und mit 60 Prozent ist die Zahl der Betriebe gleichgeblieben, die keine Änderung an der Beschäftigtenzahl plant. Mehr im laufenden Jahr investieren will ein Viertel (Herbst 2009: 17 Prozent) der rheinhessischen Unternehmen, 22 Prozent (Herbst 2009: 27 Prozent) planen definitiv weniger Investitionen.
Im rheinhessischen Handel rechnen nur noch 11 Prozent der Firmen mit "besseren Geschäftserwartungen" in den nächsten drei Monaten (Herbst 2009: 15 Prozent). Indes benotet mit 41 Prozent die Mehrheit der Unternehmen (Herbst 2009: 37 Prozent) die aktuelle Geschäftslage mit "befriedigend". Darin drückt sich eine Hoffnung auf bessere Konsumlaune aus, die eine spürbare Investitionsbereitschaft im Handel weckt: 23 Prozent (Herbst 2009: 8 Prozent) der Firmen wollen in den nächsten zwölf Monaten mehr investieren.
Eingetrübt hat sich das Stimmungsbarometer im Dienstleistungsgewerbe. 27 Prozent (Herbst 2009: 30 Prozent) der Unternehmen sprechen von einer "guten Geschäftslage", mit 17 Prozent hat sich die Zahl der Unternehmen verdoppelt, die eine "schlechte Geschäftslage" beklagen. Allerdings herrscht auch hier Optimismus vor: 35 Prozent (Herbst 2009: 30 Prozent) rechnen mit einer positiveren Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten.
Quelle: Pressemeldung Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen
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