Kanzlerin Merkel und Ministerin Schavan schicken Ausstellungszug "Expedition Zukunft" im Wissenschaftsjahr 2009 auf Reisen
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesforschungsministerin Annette Schavan und der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Peter Gruss haben am Donnerstag das Startsignal für den Ausstellungszug "Expedition Zukunft" am Berliner Hauptbahnhof gegeben. Auf mehr als 300 Metern macht der von der Max-Planck-Gesellschaft organisierte Zug die Zukunft greifbar und begreifbar - mit interaktiven Exponaten, spannenden Hintergrundinformationen und faszinierenden Bildern. Die Ausstellung zeigt, wie Forschung und Technologie unser Leben in der nahen Zukunft prägen werden. Die mobile Ausstellung macht bis Ende November in 62 deutschen Städten Station. An Gleis 2 des Berliner Hauptbahnhofs steht der Ausstellungszug Besuchern am Freitag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr bei freiem Eintritt offen.
Bundesforschungsministerin Schavan sagte bei der Eröffnung des Ausstellungszuges: "Die Ideen von Forscherinnen und Forschern, von Wissenschaftlern, von Ingenieuren und Erfindern, haben die Bundesrepublik entscheidend geprägt. Mit der "Expedition Zukunft" wollen wir im Wissenschaftsjahr 2009 deutlich machen, dass Wissenschaft und Forschung das Fundament für Wohlstand, Innovation und Demokratie sind - in der Vergangenheit und in der Zukunft. Der Zug macht dies erlebbar, er will vor allem Schülerinnen und Schüler für Forschung faszinieren. Ihnen bietet Forschung vielfältige Perspektiven und einen spannenden Auftrag - nämlich mit ihrer Hilfe der Welt von übermorgen den Weg zu bereiten. Gerade in der derzeitigen Wirtschaftskrise müssen wir gezielt auf Bildung und Wissenschaft, Forschung und Entwicklung setzen, damit wir gestärkt aus der Krise kommen."
In zwölf Ausstellungswaggons, die jeweils einem Forschungsthema gewidmet sind, zeigt der Zug Wissenschaftstrends und Perspektiven bis ins Jahr 2020. Dabei stehen globale Herausforderungen wie der Klimawandel, die Energieverknappung oder die demografische Entwicklung im Mittelpunkt. Die Ausstellung bietet Installationen, Hands-on-Exponate und vielfältige Mitmach-Möglichkeiten.
"Wissenschaft und Wirtschaft können vieles möglich machen. Aber in einer schnelllebigen Welt brauchen sie mehr denn je den offenen Dialog mit der Gesellschaft. Nur ein innovationsoffenes Deutschland kann Schritt halten mit den weltweiten Veränderungen. Wir müssen uns heute an möglichst vielen Forschungsthemen beteiligen, damit unseren Kindern genügend Erkenntnisse zur Verfügung stehen, mit denen sie das Wohlergehen künftiger Generationen sichern können. Die "Expedition Zukunft" vermittelt einen Eindruck davon, welche Chancen uns Forschung und Entwicklung eröffnen werden", sagte Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft.
Auch die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen an Fahrt gewinnen; die Zusammenarbeit an der "Expedition Zukunft" dient dabei als Vorbild. Die Ausstellung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Max-Planck-Gesellschaft organisiert. Die Unternehmen Siemens, Bayer und Volkswagen sowie weitere Wagen- und Themenpartner unterstützen den schlauen Zug mit Know-How und Exponaten. Auch mit an Bord: Zahlreiche Universitäten, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren, die Leibniz-Gemeinschaft sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Nächster Stopp des Ausstellungszuges ist Frankfurt am Main: Hier hält die "Expedition Zukunft" vom 25. bis 27. April, um anschließend in Darmstadt und Jena einzufahren. Inzwischen hat China großes Interesse angemeldet, den Ausstellungszug nach seiner Fahrt durch Deutschland zu übernehmen: So wird die "Expedition Zukunft" vielleicht in naher Zukunft auch durch China rollen.
Das Wissenschaftsjahr 2009 ist der Beitrag des BMBF anlässlich der Jubiläen 60 Jahre Gründung der Bundesrepublik und 20 Jahre Mauerfall. Es wird vom BMBF gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerichtet. Weitere Träger sind die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, die Robert Bosch Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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