Keine Reform nur um der Reform Willen

20.08.2003 | Berlin
"Vor faulen Kompromissen zu Lasten chronisch kranker Patienten und auf Kosten der Leistungserbringer", warnt der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Hans-Jürgen Thomas. "Mit einem Konsens der in erster Linie dazu dient die Konsensfähigkeit der Beteiligten unter Beweis zu stellen, ist den Betroffenen nicht gedient."

Der Hartmannbund-Vorsitzende begrüßt Denkansätze, das Zwangsmonopol der gesetzlichen Krankenkassen aufzuweichen. Nicht nachvollziehbar ist für ihn hingegen die in den letzten Tagen wieder aufkommende Diskussion über die Rolle der Kassenärztlichen Vereinigungen.

"Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss der Vertragsärzte, um ein Gegengewicht zu der geballten Einkaufsmacht der Krankenkassen zu bilden. Eine Entmachtung der KV?en ist ohne gleichzeitige Entmachtung der Krankenkassen Gift für die Versicherten in der GKV.

Statt bewährte Elemente des jetzigen Systems in Frage zu stellen, bedarf es einer wirklichen Reform, die diesen Namen verdient und langfristig zielführend ist", so Thomas, "Mehr Markt und weniger Staat, statt neue Bürokratie und Staatsinstitute", ist sein Appell an die Politik.

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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