Koalitionsvereinbarungen zur Gesundheitspolitik Flickschusterei

15.10.2002 | Köln
Als Flickschusterei hat der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, die bisher bekannt gewordenen Koalitionsvereinbarungen zur Gesundheitspolitik bezeichnet.

Es werde wieder nur durch Kostendämpfung in einzelnen Bereichen versucht, die Beiträge möglichst nicht noch höher steigen zu lassen, anstatt eine grundlegende Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung durch eine neue Finanzierungsgrundlage anzugehen.

Durch die hohe Arbeitslosigkeit fehlten der Gesetzlichen Krankenversicherung erhebliche Einnahmen. Deshalb werde die Bundesregierung nicht darum herumkommen, die Finanzierung der Krankenversicherung, wie in der Rentenversicherung, auf eine breitere Basis zu stellen. Außerdem sei es dringend notwendig, den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung neu zu definieren und die Kostenerstattung, die zu der geforderten Transparenz führen werde, einzuführen, betonte Dr. Zollner.

Die Versicherten wie die so genannten Leistungserbringer im Gesundheitswesen mit ihren Mitarbeitern erwarteten eine langfristige Konsolidierung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Lediglich ein Kurieren an Symptomen werde auf Dauer das Gesundheitswesen in den Ruin treiben, erklärte Dr. Zollner.

Quelle: Pressemeldung NAV-Virchow-Bund

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