Kölner Wirtschaftsfachleute in Indien
Begleitet wird Schramma von hochrangigen Wirt-schaftsfachleuten unter anderem aus dem Kredit- und Messewesen, der Informationstechnik, Biotechnologie sowie von Kammern und Verbänden. Den Bereich internationale Aus- und Weiterbildung repräsentiert Dr. Kai Schnieders als Geschäftsführer der Carl Duisberg Centren. Seit Juli 2006 haben die Carl Duisberg Centren eine Vertretung in Kolkata, der viertgrößten Stadt Indiens. Denn immer mehr indische Unternehmen kommen nach Deutschland und deutsche Firmen engagieren sich in Indien. "Das Interesse an der Ausweitung der wirtschaftlichen Beziehungen ist auf beiden Seiten groß, und wir wollen beiden Partnern Hilfestellungen geben, diese Kontakte zu erleichtern und zu intensivieren", sagt Dr. Kai Schnieders.
Mit einem sich jährlich beschleunigenden Wirtschaftswachstum von 8 Prozent, fast 1,2 Milliarden Einwohnern und einem Bevölkerungszuwachs von 1,6 Prozent ist Indien auf dem Weg, in Asien zu einem Schlüsselmarkt wie China zu werden. Aktuelle Statistiken zeigen aber auch: Deutschland ist mittlerweile auf Rang sechs unter Indiens Auslandsinvestoren abgerutscht, hinter Länder wie Großbritannien, Japan und Holland. Der Warenaustausch zwischen Deutschland und Indien war dagegen in den letzten Jahren durchaus expansiv. Sowohl die deutschen Bezüge als auch die deutschen Lieferungen verzeichneten beachtliche Zuwächse. Bei einem bilateralen Handelsvolumen von rund 7,5 Mrd. Euro im Jahr 2005 ist aber noch ein beachtliches Potential erkennbar. Zum Vergleich: Das deutsch-chinesische Handelsvolumen erreichte im Jahr 2005 an die 60 Mrd. Euro. Im Wettlauf mit anderen Nationen sollte Deutschland sich bemühen, sich als Indiens Wirtschaftspartner noch stärker zu etablieren.
"Die positive, zukunftsorientierte Stimmung in Indien ist deutlich zu spüren", bestätigt auch Indrani Nottebrock, Indienexpertin bei den Carl Duisberg Centren, nach ihrem letzten mehrmonatigen Aufenthalt dort. Sie rät deshalb deutschen Unternehmern, Indien als Partnerland nicht zu vernachlässigen. Das wachstumsstarke Indien bietet eine Reihe von besonders interessanten Perspektiven: Ein demokratisches System mit einem verbesserten Investitionsklima nach den Liberalisierungsschritten der vergangenen Jahre, eine weite Verbreitung der englischen Sprache als offizieller Amtssprache, ausgeprägtes Interesse an Deutschland, deutschen Produkten und auch gegenüber der deutschen Sprache sowie ein großes Reservoir an gut ausgebildeten Akademikern mit moderner Denkweise.
Seit Jahrzehnten verfügen die Carl Duisberg Centren über Erfahrungen in der internationalen Aus- und Weiterbildung. Interkulturelles Training mit dem Schwerpunkt Verhaltenstraining im Geschäftsleben bereitet Mitarbeiter deutscher Firmen auf ihren Einsatz in Indien vor. In beruflichen Qualifizierungsprogrammen werden zudem auch ausländische Fachkräfte geschult. Ein erfolgreiches Beispiel ist die Weiterbildungsoffensive eines namhaften indischen Unternehmens: Während einer dreijährigen Laufzeit bilden deutsche Experten indische Techniker eines Telekommunikationsunternehmens in Theorie und Praxis in der Instandhaltung weiter.
Im Bereich des internationalen Managementtrainings führen die Carl Duisberg Centren Jahr für Jahr eine große Anzahl von Informationsreisen für Delegationen aus Politik und Wirtschaft unter anderem aus China, Russland, Malaysia und Deutschland durch. So kommen beispielsweise jährlich bis zu 700 hochrangige Vertreter chinesischer Firmen, Ministerien und Verwaltungen zu den Carl Duisberg Centren nach Deutschland. Speziell für indische Firmen sollen diese Fachdelegationsreisen weiter ausgebaut werden: Indische Wirtschaftsvertreter reisen dann nach Köln und in andere Städte und knüpfen vor Ort Kontakte zu hiesigen Unternehmen.
Quelle: Pressemeldung Carl Duisberg Centren
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