Kongress "Moderner Staat": Siemens zeigt innovative IT-Lösungen für die öffentliche Verwaltung
November 2008 in Berlin präsentiert Siemens IT Solutions and Services (Halle 2, Stand 355) innovative Ansätze und IT-Lösungen, etwa für die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie sowie Finanzierungsmodelle zum Beispiel in Form von Public Private Partnerships. Gesamtlösungen vom Consulting über die Systemintegration bis hin zum Betrieb sind Teil des Portfolios für den öffentlichen Sektor. Sie unterstützen den dringend erforderlichen Wandel traditioneller Services und Organisationsstrukturen in wirtschaftlichere und flexiblere Dienstleistungsmodelle.
Im Einzelnen stellt Siemens IT Solutions and Services folgende Lösungen vor:
One-Stop-Government-Ansatz für die EU-Dienstleistungsrichtlinie
Ab Ende 2009 sollen europäische Dienstleister ihre Leistungen uneingeschränkt europaweit anbieten können. Alle dafür nötigen administrativen Vorgänge sind dann durch einen Einheitlichen Ansprechpartner im jeweiligen Land per Telefon oder Internet zu erledigen. Der One-Stop-Government-Ansatz von Siemens berücksichtigt die individuellen Anforderungen der Kunden und sieht dafür Stufenmodelle vor: vom Front-Office bis hin zu komplett medienbruchfreien Verwaltungsprozessen. Interessenten können sich diese Lösung auf der Veranstaltung im Detail anschauen.
Projekt D 115: Die einheitliche Behördenrufnummer in Deutschland
Kommunen, Länder und Bund müssen ab 2009 unter der einheitlichen Rufnummer D115 für die Bürger erreichbar sein. Mittels moderner Kommunikationstechnik und einer Multi-Kanal-Strategie bietet Siemens eine integrierte Gesamtlösung, damit Behörden das Projekt D115 umsetzen können. In einem zentralen Service-Center arbeiten dabei die Agenten im Front Office direkt mit Sachbearbeitern in den Ämtern zusammen.
IT-Architekturen für die öffentliche Verwaltung
Öffentliche Verwaltungen sind gefordert, alle gesetzlichen und fachlichen Anforderungen schnell umzusetzen. Um dies erfüllen zu können, müssen die Prozesse möglichst durchgängig gestaltet werden, die IT-Systeme flexibel und interoperabel sein. Eine besondere Herausforderung stellt die IT-Unterstützung bei der behördenübergreifenden Zusammenarbeit dar. Mit Hilfe einer Service-orientierten Architektur können die bestehenden Fachverfahren in die "neue" vernetzte Welt überführt werden. Mittels des "eGovernment-Framework" von Siemens werden die vorhandenen Prozesse und IT-Systeme analysiert, ein kundenspezifischer Bebauungsplan für die neue IT-Landschaft erstellt und die gesamten Schritte für die Umsetzung des Projektes definiert.
Business-to-Government (B2G) Prozesslandkarte
Im Rahmen einer Forschungskooperation von Siemens IT Solutions and Services und dem Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik der TU München findet eine systematische Erhebung von zentralen Prozessen, Rollen und Anforderungen an B2G-Kontakte statt. Auf dieser Basis können dann Government-Lösungen entwickelt werden, die für alle Beteiligten in den Verwaltungen - auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene - sowie in der Industrie einen Mehrwert bieten. Die in dem Projekt entwickelte B2G "Prozesslandkarte Deutschland" gibt eine Übersicht darüber, wer in einem Unternehmen mit wem in einer Behörde direkt oder über einen Intermediär Kontakt hat; gegliedert nach den wesentlichen Prozessen z. B. in den Bereichen Umwelt und EU- Dienstleistungsrichtlinie.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für das Frühjahr 2009 geplant.
Security
Reisepässe, Personalausweise oder EU-Aufenthaltskarten müssen die hohen Anforderungen an Sicherheit und gesetzlichen Vorschriften erfüllen. Gefragt sind integrierte Gesamtlösungen, um Dokumente zu erstellen und sie "ihr Leben lang" zu verwalten. Siemens bietet dafür ICAO- und EU-konforme biometrische Anwendungen für Pässe und elektronische Personalausweise, inklusive der benötigten PKI (Public Key Infrastructure). Darüber hinaus installiert und betreibt Siemens die gesamte Infrastruktur der Lösung.
Public Private Partnership als Finanzierungsmodell
Eine Alternative, die wachsenden Anforderungen an die IT in öffentlichen Einrichtungen zu bewältigen, bieten Public Private Partnerships (PPP). Der externe IT-Dienstleister kümmert sich um Planung, Realisierung und Betrieb der Lösung oder der gesamten Informations- und Kommunikations-Infrastruktur (ITK), wobei die Öffentliche Hand weiterhin Einfluss auf grundlegende Entscheidungen nehmen kann. Der private Partner stellt nicht nur Know-How zur Verfügung, sondern ist auch bereit, finanzielle Mittel einzubringen und Risiken mit zu übernehmen. Breit aufgestellte und verlässliche IT-Dienstleister mit langjähriger Erfahrung im öffentlichen Sektor wie Siemens IT Solutions and Services können dabei die Anforderungen der Verwaltung ideal umsetzen. Dies zeigen PPPs wie Wivertis, in der Siemens IT Solutions and Services, den Betrieb der gesamten ITK der Landeshauptstadt Wiesbaden übernommen hat, oder Herkules, das größte PPP-Projekt in diesem Bereich in Europa, in dem Siemens zusammen mit IBM die gesamte nicht-militärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr modernisiert und betreut
Quelle: Pressemeldung Siemens AG
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