Minister fordern Dialog über Nachhaltigkeit

31.03.2009 | Bonn
Bildungssysteme in ärmeren Ländern besonders gefährdet

Die Bildungsministerinnen und -minister aus 55 Ländern haben heute auf der UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Bonn betont, dass die Bildungspolitik sich hin zu mehr Nachhaltigkeit wandeln muss. Wichtig sei der Dialog zwischen allen Staaten, vor allem zwischen den Ländern des Nordens und des Südens. Gerade in Krisenzeiten seien die Bildungssysteme in den ärmeren Ländern besonders gefährdet.

In vielen Entwicklungsländern bestehe die Gefahr, dass die UN-Millenniumsziele nicht erreicht werden: "Jeder Prozentpunkt Wachstumsrückgang in Entwicklungsländern drängt circa 20 Millionen Menschen zurück in die Armut", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. "Wir brauchen eine globale Verantwortung, in der wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung eine Einheit bilden."

Die Bildungsministerinnen und -minister betonten, dass der Dialog über Nachhaltigkeit auch innerhalb der Gesellschaften verstärkt werden muss. Regierung, Medien, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen sollten partnerschaftlich an diesem Ziel arbeiten. Positive Beispiele aus der Praxis müssten zudem stärker öffentlich sichtbar gemacht werden.

Das Treffen der Bildungsministerinnen und -minister fand im Rahmen der UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" statt. Rund 700 Delegierte aus aller Welt beraten bis zum 2. April 2009 in Bonn über die bisherigen Maßnahmen und stimmen das weitere Vorgehen ab. Das Jahr 2009 markiert die Halbzeit der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014). Die UN-Mitgliedstaaten verpflichten sich, in dieser Dekade besonders intensiv das Leitbild der zukunftsfähigen Entwicklung in Kindergärten, Schulen und Hochschulen zu verankern.

Quelle: Pressemeldung Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

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