Ministerin Schröder: Viel Lärm um wenig
"Große familienpolitische Durchbrüche sind in dieser Legislaturperiode von Ministerin Schröder nicht mehr zu erwarten. Das ist das wenig überraschende Ergebnis der groß angekündigten Rückkehr-Pressekonferenz der Ministerin.
Wir begrüßen, dass sich Ministerin Schröder immerhin nun klar hinter das Elterngeld stellt. Dies macht allerdings die unsozialen Kürzungen, die seit Anfang des Jahres insbesondere Bezieher/innen von SGB II-Leistungen treffen, nicht rückgängig. Auch die Idee eines Betreuungsgeldes hat die Ministerin nicht endgültig verabschiedet, sondern sie versucht es nun als Leistung für berufstätige wie nicht berufstätige Elternteile im Anschluss an das Elterngeld auszugestalten.
Wir lehnen eine wie auch immer geartete Geldleistung im Anschluss an das Elterngeld ab, da damit wichtige gleichstellungspolitische Impulse des Elterngeldes, insbesondere eine höhere Väterbeteiligung und ein rascherer Wiedereinstieg der Mütter ins Berufsleben, konterkariert werden. Wir fordern Ministerin Schröder auf, sich auf die von ihr einst selbst angekündigte weitere Reform des Elterngeldes zu konzentrieren und endlich ein Teilzeitelterngeld sowie erweiterte Partnermonate durchzusetzen. Auch der Betreuungsausbau für die unter Dreijährigen muss dringend forciert werden. Es darf kein finanzielles "Trostpflaster" für jene Eltern, die bei einem Betreuungsplatz für ihr Kind leer
ausgehen, geben.
Quelle: Pressemeldung Fachverband Zukunfsforum Familie
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