Ministerium stockt Zahl der Aufstiegsstipendien kräftig auf
Wegen der großen Nachfrage stockt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Mittel für die Aufstiegsstipendien im kommenden Jahr auf sechs Millionen Euro auf. Ziel ist, noch mehr Menschen mit beruflicher Begabung und Erfahrung den Zugang zum Hochschulstudium zu ermöglichen. Damit wird es möglich sein, bis Ende 2009 bereits bis zu 1.500 Stipendiatinnen und Stipendiaten in die Förderung aufzunehmen. Ursprünglich waren 1.000 Stipendien eingeplant. Mit den Aufstiegsstipendien des BMBF erhalten zum Wintersemester 2008/2009 erstmals beruflich Begabte eine finanzielle Unterstützung, um an einer Hochschule zu studieren. Das Programm wird von der Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung gGmbH (SBB) durchgeführt. Jetzt beginnt die Förderung der ersten
500 Stipendiatinnen und Stipendiaten. Ab sofort ist die zweite Bewerbungsrunde eröffnet.
Bei der feierlichen Begrüßung der ersten Stipendiatinnen und Stipendiaten in Berlin sagte die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen: "Die Weiterentwicklung der bisherigen Bildungsfinanzierung war ein richtiger Schritt. Das wird durch den erfolgreichen Start und die große Nachfrage nach den Aufstiegsstipendien deutlich." Die Staatssekretärin machte deutlich, dass die Bundesregierung den Aufstieg durch Bildung über die Aufstiegstiegsstipendien wirkungsvoll unterstützt: "Wir erleichtern damit den Übergang zwischen beruflicher und akademischer Bildung. Die Bundesregierung erschließt so zusätzliche Potenziale für einen leistungsfähigen Fachkräftenachwuchs."
Die Aufstiegsstipendien sind ein Kernelement der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung. Sie richten sich insbesondere an Berufserfahrene, die die Möglichkeit des Hochschulzugangs durch die Ausbildung, Fortbildung oder Berufspraxis erworben haben.
Drei Viertel der bisher ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten sind älter als 25 Jahre. Ein Drittel von ihnen verfügt über die allgemeine Hochschulreife, die wiederum in vielen Fällen über den zweiten Bildungsweg erlangt wurde. Knapp 40 Prozent der Stipendiatinnen und Stipendiaten planen ein Studium im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).
"Ich bin zuversichtlich, dass die finanzielle Förderung eines Studiums ohne Abitur künftig mit verbesserten Regelungen beim Hochschulzugang und einer höheren Flexibilität bei der Anerkennung beruflicher Qualifikationen einhergeht", sagte Quennet-Thielen. Bund und Länder haben im Oktober im Rahmen des Bildungsgipfels ein Aufstiegspaket vereinbart,
das bis 2010 konkrete Schritte zur höheren Durchlässigkeit für Berufserfahrene vorsieht.
Für Studierende im Vollzeitstudium beträgt das Aufstiegsstipendium 650 Euro sowie 80 Euro Büchergeld. Zusätzlich gibt es eine Kinderbetreuungspauschale von 113 Euro für das erste Kind und jeweils 85 Euro für jedes weitere. Stipendiatinnen und Stipendiaten, die in einem berufsbegleitenden Studiengang studieren, erhalten jährlich 1.700 Euro für Maßnahmekosten.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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