Mit Gebrüll und Keulen gegen Pelz - Steinzeit auf Düsseldorfer Kö

27.01.2009 | Gerlingen
Lediglich in Stoff-Fetzen gehüllt befördern PETA-Aktivisten die Königsallee zurück in die Steinzeit

Mit lautem Gebrüll, Keulen und Knochen versetzen Demonstrantinnen der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die Düsseldorfer Flaniermeile zurück in längst vergangene Zeiten. Mit zerzausten Haaren und Steinzeit-Outfits protestieren die Tierrechtler lautstark gegen die Grausamkeiten der Pelzbranche und machen deutlich, dass es im 21.Jahrhundert keine Rechtfertigung mehr dafür gibt, die Felle von getöteten Tieren zu tragen. Diese spektakuläre Aktion richtet sich sowohl an das Pelzhaus Slupinski, wie auch Burberry, Armani, Escada und weitere Boutiquen, die noch Pelz verkaufen.

Datum: Donnerstag, 29. Januar 2009

Wo? Beginn Königsallee 92, vor dem Pelzhaus Slupinski

Uhrzeit: ab 12 Uhr

"Pelz ist ein Relikt aus der Steinzeit - Mode soll Spaß machen und nicht töten!" so Tanja Wiemann von PETA Deutschland e.V. "Was vor vielen Jahrtausenden als Kleidungsstück diente, ist heute ein Zeichen für Arroganz und mangelndem Mitgefühl jedem Lebewesen gegenüber."

Weiter möchte PETA die Düsseldorfer Venetia samt Carnevals Comitee daran erinnern, dass es an der Zeit ist, einen tierfreundlichen Wandel in der Garderobe der Karnevalsprinzessin zu vollziehen. Nach wie vor werden Millionen von Füchsen, Nerzen, Chinchillas, Kaninchen, Hunden, Katzen und anderen Tieren tagtäglich für Pelzmäntel und jedes noch so kleine Fellaccessoire gequält, grausam getötet und nicht selten bei lebendigem Leib gehäutet werden.

PETA Deutschland e.V. informiert seit Jahren über die grausame Realität der Pelzproduktion. Tiere auf Pelzfarmen verbringen ihr trauriges Leben eingepfercht in kleinen, schmutzigen Drahtkäfigen, wo sie allen Witterungsbedingungen nahezu schutzlos ausgesetzt sind. Die Züchter nutzen meist die billigsten und grausamsten Tötungsmethoden wie Ersticken, Vergiften oder Vergasen. Viele der Tiere sterben einen qualvollen Tod durch einen Stromschlag, indem ihnen ein Metallstab in den Anus und in den Mund eingeführt wird und danach die Metallstäbe unter Strom gesetzt werden.

In der Wildnis gefangene Tiere leiden oftmals tagelang in sog. Tellereisen. Viele sterben dabei aufgrund von Schock, Blutverlust, Infektionen oder aber sie werden von anderen Tieren attackiert und getötet. Die überlebenden Tiere werden dann irgendwann von den zurückkehrenden Fallenstellern erwürgt, totgetreten oder zu Tode geknüppelt.

Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.

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