Nahost-Konflikt: Die Schweiz verstärkt ihre Hilfe
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) verfolgt mit Besorgnis die Situation im Gazastreifen. Angesichts der prekären humanitären Lage, insbesondere was die Behandlung von Verletzten und die Nahrungsmittelversorgung betrifft, ist es bereit, seinen Partnern vor Ort unverzüglich Mittel zur Verfügung zu stellen. Es ruft gleichzeitig alle Parteien auf, dafür zu sorgen, dass die Verletzten angemessen behandelt und wenn nötig evakuiert werden.
Das grösste Hindernis in diesem Konflikt, der innerhalb von drei Tagen mehrere Hundert Tote und Verletzte gefordert hat, stellt der Zugang zu den zivilen Opfern dar. Gegenwärtig sind nur einige wenige internationale Akteure im Gazastreifen in der Lage, Hilfe zu leisten, zu ihnen gehören das Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge der Vereinten Nationen (UNRWA) und das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK).
Für das EDA stellen die jüngsten Ereignisse eine ernsthafte Verletzung des humanitären Völkerrechts dar, das insbesondere die Gewaltanwendung an der Zivilbevölkerung verbietet. Es bedauert zudem die durch die Bombardierung entstandenen Kollateralschäden eines Gebäudes, in dem sich die Räumlichkeiten eines seiner Partner in Gaza befinden.
Die Schweiz leistet seit mehreren Jahren humanitäre Hilfe zugunsten der Zivilbevölkerung im Gazastreifen und im Westjordanland inkl. Ost-Jerusalem. 2008 belief sich die Hilfe auf 12 Millionen Franken. Die Humanitäre Hilfe des Bundes stellt nun unverzüglich nebst den bereits vorgesehenen 4 Millionen Franken zusätzliche finanzielle Mittel für das UNRWA und das IKRK zur Verfügung.
Quelle: Pressemeldung Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)
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