Nahost-Konflikt: Die Schweiz verstärkt ihre Hilfe

30.12.2008 | Bern
Das EDA fordert die sofortige Einstellung der Gewalt, welche die Not der betroffenen Zivilbevölkerung noch weiter verschärft. Die Humanitäre Hilfe des Bundes ist bereit, die Unterstützung an ihre Partnerorganisationen im Gazastreifen, insbesondere an das UNRWA und das IKRK, zu verstärken.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) verfolgt mit Besorgnis die Situation im Gazastreifen. Angesichts der prekären humanitären Lage, insbesondere was die Behandlung von Verletzten und die Nahrungsmittelversorgung betrifft, ist es bereit, seinen Partnern vor Ort unverzüglich Mittel zur Verfügung zu stellen. Es ruft gleichzeitig alle Parteien auf, dafür zu sorgen, dass die Verletzten angemessen behandelt und wenn nötig evakuiert werden.

Das grösste Hindernis in diesem Konflikt, der innerhalb von drei Tagen mehrere Hundert Tote und Verletzte gefordert hat, stellt der Zugang zu den zivilen Opfern dar. Gegenwärtig sind nur einige wenige internationale Akteure im Gazastreifen in der Lage, Hilfe zu leisten, zu ihnen gehören das Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge der Vereinten Nationen (UNRWA) und das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK).

Für das EDA stellen die jüngsten Ereignisse eine ernsthafte Verletzung des humanitären Völkerrechts dar, das insbesondere die Gewaltanwendung an der Zivilbevölkerung verbietet. Es bedauert zudem die durch die Bombardierung entstandenen Kollateralschäden eines Gebäudes, in dem sich die Räumlichkeiten eines seiner Partner in Gaza befinden.

Die Schweiz leistet seit mehreren Jahren humanitäre Hilfe zugunsten der Zivilbevölkerung im Gazastreifen und im Westjordanland inkl. Ost-Jerusalem. 2008 belief sich die Hilfe auf 12 Millionen Franken. Die Humanitäre Hilfe des Bundes stellt nun unverzüglich nebst den bereits vorgesehenen 4 Millionen Franken zusätzliche finanzielle Mittel für das UNRWA und das IKRK zur Verfügung.

Quelle: Pressemeldung Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)

Dieser Beitrag wurde bisher 53 mal gelesen.
(Rang 638 auf landtagswahlen24.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Kirchliche Hilfswerke fordern politische Lösung für Somalia

24.11.2011 | Aus Anlass der Eskalation der Kriegshandlungen in Somalia durch den Einmarsch kenianischer und äthiopischer...

weiter in Kirchliche Hilfswerke fordern ...

Die Zeit drängt: Höhere Förderung für besonders energieeffiziente Anlagenkombinationen

08.11.2011 | Für besonders energieeffiziente Anlagenkombinationen gibt es nach den Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen...

weiter in Die Zeit drängt: Höhere Förderung ...

BVMW nicht Veranstalter des Unternehmerkongresses "Iranian Business Women Power" in Berlin

07.11.2011 | Zu anderslautenden Pressemeldungen stellt der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) klar:

weiter in BVMW nicht Veranstalter des ...

Nein zum Betreuungsgeld!

07.11.2011 | Anlässlich der gestrigen Vereinbarungen auf dem Koalitionsgipfel erklärt Christiane Reckmann, Vorsitzende des...

weiter in Nein zum Betreuungsgeld! ...

Ganztagsschulen tragen zur Bildungsgerechtigkeit bei

04.11.2011 | Neue Erkenntnisse der Bildungsforschung und Erfahrungen aus der Schulpraxis werden am 4. und 5. November auf...

weiter in Ganztagsschulen tragen zur ...



Aktuelles

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...

weiter ...

Neuigkeiten

Schießt nicht auf Unschuldige!

Bischof auf Ägypten verurteilt die Gewalt gegenüber...

weiter ...

Weitere Themen

Kirchliche Hilfswerke fordern politische Lösung für Somalia

Aus Anlass der Eskalation der Kriegshandlungen in Somalia...

weiter ...

Die Zeit drängt: Höhere Förderung für besonders energieeffiziente Anlagenkombinationen

Für besonders energieeffiziente Anlagenkombinationen gibt es...

weiter ...