Nationaler Protesttag: Ein Riesen-erfolg

24.03.2006 | Berlin
Als einen "Riesenerfolg und einen Markstein in der Geschichte des ärztlichen Protestes" bezeichnete der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Maximilian Zollner, den Nationalen Protesttag am 24.03.2006 in Berlin, an dem über 30.000 niedergelassene Ärzte, deren Arzthelferinnen und Patienten teilgenommen haben.

Mit der dort gestellten ultimativen Frage nach dem Verbleib im Kassensystem und dem darauf hin erfolgten Votum der KBV und der KVen, ein Referendum unter den Ver-tragsärzten durchzuführen, hat der geschlossene Druck der ärztlichen Verbände erste Früchte getragen. "Wir haben einen Wendepunkt in der Geschichte der deutschen Vertragsärzteschaft erreicht. Und wenn, wie gestern geschehen, das Bundesgesundheitsministerium den KBV-Vorstand unverzüglich abgemahnt hat und ihm von Amts wegen einen Maulkorb verpassen will, dann müssen die KVen Stärke zeigen und beginnen, ärztliche Interessen nachdrücklicher zu vertreten. Dazu flankierend müssen wir jetzt die Geschlossenheit der ärztlichen Basis und der sie vertretenden Verbände konsequent fortsetzen und ausbauen", betont Dr. Zollner.

Trotz unterschiedlicher Einzelinteressen waren sich die großen ärztlichen Verbände einig, den andauernden Rationierungsentscheidungen des Gesetzgebers einen geschlossenen Protest entgegenzusetzen. Der zentrale Grund, auf die Straße zu gehen, ist die anhaltende Sorge der Ärzte, ihre Patienten unter den Bedingungen des Systems nicht mehr ausreichend und unter Wahrung ärztlich-ethischer sowie qualitativer Gesichtspunkte versorgen zu können.

Da mit dem Nationalen Protesttag am 24.03. zwar ein Wendepunkt erreicht sei, der politische Druck aber nicht ausreichen werde, begrüßte Dr. Zollner die gemeinsam von allen ärztlichen Verbänden getroffene Entscheidung, den Protest fortzusetzen: "Wir sehen uns am 19. Mai in Berlin wieder", erklärt Dr. Zollner.

Quelle: Pressemeldung NAV-Virchow-Bund

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