OB zur Sanierung der Wohnbau Mainz GmbH: Wille zur gemeinsamen Problemlösung muss die Politik leiten
Im Ältestenrat der Stadt Mainz haben heute die Spitzen der Stadtratsfraktionen mit dem Oberbürgermeister über aktuelle Fragen zur Situation der Wohnbau Mainz GmbH beraten. Der OB mahnte alle Beteiligten, sich auf die Sicherung der Zukunft des Unternehmens zu konzentrieren: "Die Politik muss der Versuchung widerstehen, das Thema in den laufenden Kommunalwahlkampf zu ziehen. Es geht um die Mieterinnen und Mieter der Wohnbau-Wohnungen und um die vielen Arbeitsplätze im Unternehmen wie auch im Handwerk, das von Aufträgen der Wohnbau lebt." Zurzeit wird ein umfassendes Restrukturierungskonzept erarbeitet, das Auskunft über die Lage geben sowie tragfähige Lösungsvorschläge machen wird. Bestandteil dieses Sanierungskonzeptes werden neben der kritischen Bestandsaufnahme der Geschäftsfelder der Wohnbau Mainz auch Maßnahmen zur Optimierung der internen Kommunikation und der Kontrollfunktionen sein. Beutel erinnerte daran, dass entsprechende Aufträge an die Geschäftsführung weit vor der aktuellen Krise ergangen sind. Vom vorschnellen Ruf nach personellen Konsequenzen halte er dennoch nichts, bekräftigte der Oberbürgermeister. "Natürlich müssen sich alle Beteiligten der Verantwortung stellen, die sich aus ihrem Amt und den damit verbundenen Rechten und Pflichten ergibt. Im Augenblick der Krise aber muss zunächst der Wille zur gemeinsamen Problemlösung die Politik leiten. Hier Verantwortung zu übernehmen bedeutet vor allem anderen die aktive Teilnahme am Gesundungsprozess des Unternehmens", betonte der OB an die Adresse der Fraktionen, aber auch aller Aufsichtsratsmitglieder und Mitgesellschafter.
Der Oberbürgermeister sprach sich auch für eine transparente Öffentlichkeitsarbeit der Wohnbau aus. Zwar dürfe zum Schutz des Unternehmens nicht jede Zahl der Wirtschaftsprüfer "in die Redaktionen durchgereicht werden", aber die Wohnbau sei ein Unternehmen der öffentlichen Hand und die Bürgerschaft habe - gerade auch mit Blick auf die finanziellen Konsequenzen für die Stadt - selbstverständlich ein Recht auf regelmäßige Unterrichtung über den Stand der Dinge. Beutel will als Gesellschafter gemeinsam mit der Geschäftsführung den Ältestenrat, den Stadtvorstand und im Anschluss auch die Öffentlichkeit regelmäßig über die weitere Entwicklung informieren und so die stärkere Einbindung des Rates sichern. Aus diesem Grunde werden auch die Vertreter der Mainzer Ratsfraktionen im Aufsichtsrat zu der wöchentlich stattfindenden Runde eingeladen.
Quelle: Pressemeldung Landeshauptstadt Mainz
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