Ohoven: Wachstumsbeschleunigungsgesetz nur erster Schritt
Als "psychologisch wichtiges Signal" wertete der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, das im Bundesrat beschlossene Wachstumsbeschleunigungsgesetz. "Die Bundesregierung darf jetzt aber nicht auf halber Strecke stehenbleiben. Zur Stärkung der noch schwachen Wachstumskräfte muss die Steuerlast für die Unternehmen nachhaltig verringert werden." Insbesondere bei der Erbschaftsteuer bestehe mehr denn je Handlungsbedarf, betonte Ohoven.
Der Mittelstandspräsident wies auf eine stichprobenartige Umfrage des BVMW zur Unternehmensnachfolge hin. Danach steht bei jedem dritten Mittelständler (33,0 Prozent) innerhalb der kommenden fünf Jahre eine Nachfolgeregelung an, bei 27,6 Prozent in den nächsten zehn Jahren. Etwas mehr als ein Drittel der Klein- und Mittelbetriebe (35,1 Prozent) muss das Nachfolgeproblem zu einem späteren Zeitpunkt lösen.
Die Nachbesserungen der Erbschaftsteuer im Wachstumsbeschleunigungsgesetz gingen in die richtige Richtung, reichten aber nicht aus, so Ohoven. Mit den Detailregelungen zur Verkürzung der Behaltefrist und zur Verringerung der Mindestlohnsumme für Betriebserben habe der Gesetzgeber zudem neue bürokratische Hürden errichtet. "Der einfachste und wirkungsvollste Weg zur Sicherung der Unternehmensnachfolge im Mittelstand wäre der vollständige Verzicht auf die Erbschaftsteuer. Hier sollte Schwarz-Gelb von unseren europäischen Nachbarn lernen", sagte Ohoven.
Quelle: Pressemeldung Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.
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