"Positionen von Pro NRW sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar"
"Diese Gruppierung schürt gezielt Vorurteile gegen den Islam, mascht pauschal die Ausländer für die sozialen Probleme in Städten und Stadtteilen verantwortlich und versucht, sowohl die Integrationspolitik als auch das kirchliche Engagement für einen Dialog der Religionen als falsch und gefährlich darzustellen." Die Positionen dieser Gruppierung seien "mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar". Auch ein Minarettverbot sei "mit unserem Verständnis von Religionsfreiheit nicht vereinbar".
Die Gemeindemitglieder und Geistlichen sowie die Mitglieder der Presbyterien, Räte und Gremien werden gebeten, sich an den von den Kirchen getragenen Veranstaltungen für ein Zusammenleben mit Muslimen und gegen die Aktionen von "Pro NRW" zu beteiligen und weiterhin den Kontakt zu den muslimischen Nachbarn zu suchen. "Die intendierte Vereinnahmung der Christen durch "Pro NRW", die in dem Motto "Abendland in Christenhand" zum Ausdruck kommt, weisen wir auf das Entschiedenste zurück", so das Gemeinsame Wort.
Pro NRW hat für Freitag, 26. März 2010, den Beginn eines "islamkritischen Aktionswochenendes" mit Mahnwachen, u.a. vor Moscheen, in Essen, Mülheim/Ruhr, Oberhausen, Bochum, Herten und Gelsenkirchen angekündigt sowie einen Protestmarsch in Duisburg am Sonntag, 28. März 2010. Im Mai soll bis zu den NRW-Landtagswahlen eine siebentägige Wahlkampftournee stattfinden.
Im Anhang finden Sie das Gemeinsame Wort zum Zusammenleben der Religionen im Wortlaut.
Quelle: Pressemeldung Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR)
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