Private Krankenversicherer, darunter Marktführer Debeka, stellen Reformkonzept zur Krankenversicherung vor

15.06.2005 | Koblenz
Bestehendes System reformieren, nicht zerschlagen! Als Alternative zu Bürgerversicherung und Pauschalprämie hat der Verband der privaten Krankenversicherung auf seiner Mitgliederversammlung in Berlin heute ein eigenes Reformkonzept für ein langfristig tragfähiges Krankenversicherungssystem vorgelegt.

Ziel ist es, auf Basis der jetzigen Systemstrukturen, mit einer optimierten Koexistenz von umlagefinanzierter gesetzlicher und kapitalgedeckt finanzierter privater Krankenversicherung, einen zukunftssicheren, generationengerechten und bezahlbaren Versicherungsschutz für alle zu gewährleisten. Bei Umsetzung des PKV-Reformkonzepts können die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) um ca. 4,8 Prozentpunkte von heute durchschnittlich 14,2 Prozent auf dann ca. 9,4 Prozent gesenkt werden. Damit bleibt die GKV dauerhaft auch in der Spitze der demografischen Belastung finanzierbar.

"Dies schafft die notwendigen finanziellen Spielräume für mehr eigenverantwortliche private Vorsorge. Der Einzelne erhält mehr Entscheidungsspielräume mit Wahlmöglichkeiten. Nur so kann eine qualitativ hochwertige Breitenversorgung erhalten werden", erklärt Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka Krankenversicherung.

Das PKV-Modell sieht vor, die umlagefinanzierte GKV auf ihre Kernaufgaben zu begrenzen und die angesichts der demografischen Entwicklung notwendige Kapitaldeckung auszuweiten. Mit der Konsequenz, dass mehr Leistungen und Menschen in einer kapitalgedeckten privaten Krankenversicherung (PKV) abgesichert werden.

"Um die sehr gute gesundheitliche Breitenversorgung in Deutschland zu sichern", so das Fazit des Chefs der größten privaten Krankenversicherung in Deutschland, "brauchen wir keine Zerschlagung des bisherigen Systems, sondern eine Optimierung der Koexistenz von PKV und GKV. Bürgerversicherung und Pauschalprämie - beides bürokratische Monster mit großem Staatseinfluss - lösen kein einziges strukturelles Problem in der GKV. Ganz im Gegenteil: indem sie die Herausforderung der demografischen Entwicklung negieren, schaffen sie zusätzliche Probleme und belasten unsere Kinder und nachwachsende Generationen mit steigenden Kosten. Demgegenüber zeigt das PKV-Reformkonzept, dass nachhaltige Reformen im bestehenden System möglich sind. Zudem quantifiziert es deren Wirkungen. In der Summe ist in der GKV eine Beitragssatzsenkung auf rd. 9,4 Prozent möglich. Dies schafft den für Eigenverantwortung notwendigen Spielraum, entlastet die Lohnzusatzkosten, führt zu mehr Wettbewerb im System. Für die gesamte Bevölkerung wird die Finanzierung der Krankenversicherung demografiefest und generationengerecht gestaltet. Und für alle wird es auch langfristig eine qualitativ hochwertige Versorgung geben."

Quelle: Pressemeldung Debeka-Gruppe

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