Quo vadis Gesundheitspolitik - mehr Bürgerentscheidung oder mehr Staat?
"Ganz eindeutig ist auch der Staat gefordert, der seinen Bürgern den finanziellen Spielraum für mehr Eigen-verantwortung zur Verfügung stellen muss." Mit diesen Worten setzte sich Dr. med. Hans-Jürgen Thomas, Vorsitzender des Hartmannbundes, auf der Hauptversammlung seines Verbandes für mehr Transparenz und Eigenverantwortung im Gesundheitswesen ein.
Als eine Voraussetzung für den Erhalt der hohen Qualität medizinischer Versorgung in der Zukunft plädierte er für Kostenerstattung mit sozialverträglicher Selbstbeteiligung. Dies könnte ein Weg von der Pflichtversicherung hin zu einer Versicherungspflicht zur Grundabsicherung der notwendigen Leistun-gen für alle sein.
Die Bereitschaft zu mehr Eigenvorsorge und Eigenverantwortung muss gestärkt werden. "Sie können durchaus eine Form neuer Solidarität sein, die den Sprung vom Dreiklang - Eigenverantwortung, Substitution, Solidarität - zu einem echten Solidarpakt im Gesundheitswesen von neuer Qualität und Effizienz schafft", so Dr. Thomas. Unter der Voraussetzung, dass Ärztinnen und Ärzte ihren Beruf frei von Zwängen jeglicher Art ausüben können, wäre ein solcher Solidarpakt geeignet, die medizinische Betreuung der Patienten in Zukunft zu sichern.
Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
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