Rachel: "Jugendliche dank Ausbildung erfolgreich integriert"
"Arbeit bedeutet nicht nur ein geregeltes Einkommen. Arbeit bedeutet gesellschaftliche Anerkennung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gerade für Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte ist die berufliche Bildung ein ganz wichtiger Weg für eine erfolgreiche Integration", sagte am Montag der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel MdB, in Düsseldorf. Hier würdigte Rachel zusammen mit dem Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Arbeitsministerium, Dr. Walter Döllinger, 100 Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund für die Integration junger Menschen in die Arbeitswelt.
"Die heute mit einer Urkunde ausgezeichneten Unternehmen haben neue und zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt, viele beteiligten sich sogar erstmals an der Ausbildung. Somit sind in den letzten vier Jahren 1400 zusätzliche Ausbildungsplätze entstanden. Das ist vorbildlich", betonte Rachel anlässlich der Veranstaltung, die unter dem Titel "Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund 0" Starke Partner für Ausbildung in NRW" stand. Schirmherr war der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.
Derzeit gibt es in Deutschland zwar rund 580.000 Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund, aber die Beteiligung an der betrieblichen Ausbildung in diesen Unternehmen liegt mit 14 Prozent deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 25 Prozent. "Das wollen und müssen wir ändern", sagte Rachel. "Das BMBF bietet daher für eine bessere berufliche Eingliederung von Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte allein in Nordrhein-Westfalen sieben Projekte an, die sich direkt an Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund wenden. Es freut mich, dass wir heute die Ergebnisse dieser Arbeit sehen können." Die sieben Projekte gehören zum bundesweiten Ausbildungsprogramm "JOBSTARTER" des BMBF, einer umfassenden Initiative zur Verbesserung der Ausbildungsplatzsituation. Das mit 125 Millionen Euro dotierte Programm ist mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds kofinanziert. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es insgesamt 51 JOBSTARTER-Projekte. Mit Hilfe dieser Projekte haben in den letzten vier Jahren 5.200 Jugendliche einen Ausbildungsplatz gefunden.
"Unternehmer und Unternehmerinnen mit eigener Zuwanderungsgeschichte leisten gerade in Nordrhein-Westfalen einen bedeutenden Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes. Sie sind damit auch als Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe wichtige Ansprechpartner. Für ausländische wie für deutsche Jugendliche sind sie fabelhafte Vorbilder. Hier wünsche ich mir noch viele weitere Betriebsinhaber mit Migrationshintergrund, die sich in der Berufsausbildung engagieren", betonte Staatsekretär Rachel abschließend.
Weitere Informationen zum Ausbildungsprogramm "JOBSTARTER" finden Sie unter www.JOBSTARTER.de
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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