Schavan: "Bildung ist der entscheidende Schlüssel für nachhaltigen Wohlstand"

31.03.2009 | Bonn
UNESCO-Weltkonferenz in Bonn eröffnet

Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat heute bei der Eröffnung der UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Bonn gefordert, dass Bildung für Nachhaltigkeit eine viel stärkere Rolle spielen müsse als bisher. "Nachhaltige Entwicklung gelingt nur, wenn die Zivilgesellschaft mit gestaltet. Lokales Handeln hat globale Folgen", sagte die Ministerin vor Bildungspolitikern, Wissenschaftlern und Regierungsvertretern aus 150 Ländern. "Bildung ist der entscheidende Schlüssel für nachhaltigen Wohlstand."

Das Millenniumsziel "Bildung für alle" müsse deshalb Priorität haben. Schavan sagte weiter: "Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir in der zweiten Hälfte der Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung schon bei der Aus- und Weiterbildung von Lehrern fest verankern."

Die UNESCO und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben zur Halbzeitkonferenz der UN-Dekade vom 31. März bis 2. April 2009 eingeladen. Über 50 Bildungsministerinnen und Bildungsminister, 700 Regierungsvertreter und Experten nehmen teil. Sie überprüfen, welche Dekade-Ziele bislang erreicht wurden, und entwickeln Strategien für weitere Aktivitäten. Die Weltkonferenz soll die Länder des Nordens und Südens in Bildungsfragen stärker vernetzen.

Der beigeordnete UNESCO-Generaldirektor für Bildung Nicholas Burnett hat bei der Eröffnung der Weltkonferenz in Bonn eine stärkere internationale Kooperation gefordert. "Nur wenn alle Staaten besser zusammenarbeiten, kann sich eine nachhaltige Entwicklung durchsetzen", sagte Burnett. "Wir alle sind Träger dieses Wandels." Ziel der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist es, das Leitbild der Nachhaltigkeit weltweit in Kindergärten, Schulen und Universitäten zu verankern. Die globale Vision der Weltdekade ist es, allen Menschen Wissen und Kompetenzen zu vermitteln, damit sie die Zukunft nachhaltig gestalten können.

Um Nachhaltigkeit zu fördern, zeichnet die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) jährlich offizielle deutsche Projekte der UN-Dekade aus. Themen sind Wasserverbrauch, Klimawandel, Energie, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Bislang wurden über 800 Projekte anerkannt. "Diese Projekte zeigen, wie ernst viele Menschen in Deutschland das Thema Nachhaltigkeit nehmen und wie kreativ die deutsche Bildungslandschaft ist", sagte DUK-Präsident Walter Hirche. "Das macht uns besonders für andere Länder weltweit glaubwürdig."

Organisiert wird die Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" von der UNESCO und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission. Der Deutsche Bundestag hat im Juli 2004 einstimmig einen Aktionsplan zur UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" beschlossen. Die Deutsche UNESCO-Kommission wurde beauftragt, die Dekade in Deutschland umzusetzen. 2009 markiert die Halbzeit der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014).

Quelle: Pressemeldung Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

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