Schavan: "Dem Zehn-Prozent-Ziel ein gutes Stück näher"
2008 investierten Bund, Länder, Wirtschaft und private Haushalte in Deutschland insgesamt 215,3 Milliarden Euro in Bildung und Forschung - 11,2 Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor. Das bedeutet, dass die Bildungs- und Forschungsinvestitionen 2008 mit 5,5 Prozent doppelt so stark wuchsen wie die Wirtschaft insgesamt. Der Anteil von Bildung und Forschung am Bruttoinlandsprodukt ist damit auf 8,6 Prozent gestiegen.
"Wir sind damit dem Zehn-Prozent-Ziel für Bildung und Forschung ein gutes Stück näher gekommen", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan anlässlich der Veröffentlichung der entsprechenden Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Schavan weiter: "Wir dürfen uns auf diesem Erfolg aber nicht ausruhen. Das Zehn-Prozent-Ziel, das Bund und Länder sich vor zwei Jahren in Dresden gesetzt haben und das wir bis zum Jahr 2015 erreichen wollen, gilt weiterhin. Investitionen in Bildung und Forschung sind die beste Zukunftsvorsorge - gerade in Zeiten der Krise."
Am 10. Juni berät die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder, durch welche zusätzlichen Maßnahmen im Bildungs- und Forschungsbereich die bestehende Lücke zum Zehn-Prozent-Ziel geschlossen werden kann. Beim Bildungsgipfel im vergangenen Dezember hatte der Bund sich bereit erklärt, 40 Prozent der hierfür erforderlichen Aufwendungen zu übernehmen. Zu den Projekten, mit denen die Investitionen im Bildungsbereich verstärkt werden sollen, gehören unter anderem das nationale Stipendienprogramm, der Qualitätspakt Lehre als dritte Säule des Hochschulpaktes, ein Maßnahmepaket für den Übergang in die Berufsausbildung sowie lokale Bildungsbündnisse zur Förderung benachteiligter Kinder im Grundschulalter.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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