Schavan: "Kompetenzen in der Demenzforschung bündeln"
"Mit der feierlichen Eröffnung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) schaffen wir eine völlig neue Struktur in der Gesundheitsforschung in Deutschland. Wir nutzen alle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis optimal zum Wohl der Erkrankten", sagte am Dienstag Bundesforschungsministerin Annette Schavan bei der Gründungsfeier des DZNE in Bonn.
Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers nahm an der Feier teil: "Das DZNE arbeitet an der Bekämpfung der neurodegenerativen Erkrankungen in ihrer ganzen Breite. Und es führt mit seiner Netzwerkstruktur ein innovatives Forschungsmodell dafür ein. Ich gratuliere dazu, dass diese doppelte Herausforderung schon so weit gelungen ist. Die Forscher leisten am DZNE eine wichtige Arbeit nicht nur für den Forschungsstandort Deutschland. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für eine möglichst menschenwürdige Gesellschaft in der Zukunft."
Das DZNE-Kernzentrum in Bonn hat insgesamt sieben Außenstellen an Forschungseinrichtungen, Universitäten und Kliniken in Rockstock/Greifswald, Göttingen, Magdeburg, München, Tübingen, Witten und Dresden. "Diese Form der Zusammenarbeit setzt auf Arbeitsteilung, weil es in der Demenzforschung auf neue Ideen der besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ankommt und dies ein Standort alleine nicht leisten kann", sagte Schavan. "Diese Struktur ist europaweit einzigartig." Bund und Länder unterstützen das DZNE im Endausbau mit bis zu 66 Millionen Euro jährlich.
Prof. Pierluigi Nicotera, Gründungsdirektor des DZNE, sagte während der Feier: "Die Übernahme der Leitung des DZNE bedeutet für mich eine der spannendsten Aufgaben meiner beruflichen Karriere. Das neue Zentrum kann sogar zum weltweiten Vorbild werden. Denn so planvoll und gezielt wird nirgendwo anders Demenzforschung betrieben."
Bereits heute leiden in Deutschland mehr als eine Million Menschen an den Folgen einer Demenz und die Zahl der Neuerkrankungen liegt bei rund 200.000 pro Jahr. Professor Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, sagte: "Um die Forschung im Bereich der Demenzerkrankungen signifikant zu verstärken, gehen wir neue Wege. Zum einen möchten wir die vielfältigen, verteilten Kompetenzen in unserem Land dadurch bündeln, dass wir neben dem eigentlichen Kernzentrum in Bonn Partnerinstitute an mehreren universitären Standorten einrichten. Zum anderen sollen wichtige Resultate aus der Grundlagenforschung rasch auf ihre klinische Anwendung hin überprüft werden."
Das DZNE wird Vorbild sein für weitere langfristige Bündnisse von Forschungseinrichtungen, Universitäten und Kliniken zur Bekämpfung der wichtigsten Volkskrankheiten. "Wir werden die Gesundheitsforschung in Deutschland in Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung strategisch und strukturell weiterentwickeln. Dazu gehört das zukünftige Deutsche Zentrum für Diabetesforschung und das geplante Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung", sagte Schavan. "Erst vor zwei Wochen habe ich gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe und dem Deutschen Krebsforschungszentrum den Startschuss für ein neues länderübergreifendes Bündnis in der Krebsforschung gegeben."
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
Weitere News
Lebensmittelkontrollen: Aigner muss das Heft in die Hand nehmen
23.11.2011 | vzbv fordert Ende der Kleinstaaterei
weiter in Lebensmittelkontrollen: Aigner muss ...Kinderkommission zum Tag der Kinderrechte am 20. November 2011
18.11.2011 | Vor 22 Jahren verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die UN-Konvention über die Rechte...
weiter in Kinderkommission zum Tag der ...Belegärzte: Der 20 %ige Abschlag bei der Honorararztregelung muss weg!
16.11.2011 | Die Vergütungssituation der internistisch tätigen Belegärzte ist so desolat, dass zahlreiche interne...
weiter in Belegärzte: Der 20 %ige Abschlag ...Der Weg für den AOK-Hausarztvertrag in Bremen ist wieder frei
11.11.2011 | Landessozialgericht stärkt hausärztliche Versorgung
weiter in Der Weg für den AOK-Hausarztvertrag ...Aus BKK Dr. Oetker wird Heimat Krankenkasse
07.11.2011 | Die BKK Dr. Oetker ändert zum 1. Januar 2012 ihren Namen und ihr äußeres Erscheinungsbild
weiter in Aus BKK Dr. Oetker wird Heimat ...Aktuelles
Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher
vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...
weiter ...Allgäu Initiativ Konferenz beschließt Resolution aufgrund Bundeswehr- Standortschließungen
Gremium möchte mit Forderungen betroffene Kommunen...
weiter ...Neuigkeiten
Die Physik- Preisträger 2012 - Auszeichnungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG)
Die DPG hat 22 Preisträgerinnen und Preisträger benannt, die...
weiter ...Weitere Themen
Kirchliche Hilfswerke fordern politische Lösung für Somalia
Aus Anlass der Eskalation der Kriegshandlungen in Somalia...
weiter ...Die Zeit drängt: Höhere Förderung für besonders energieeffiziente Anlagenkombinationen
Für besonders energieeffiziente Anlagenkombinationen gibt es...
weiter ...Archiv
Keine Versorgungslösungen, kein Angebot Hausarztzentrierter Versorgung für Versicherte
GKV-Spitzenverband hat versagt
weiter ...Das Internet als Demokratie- Verstärker
Zwei Drittel sehen positiven Effekt für "mehr Demokratie"...
weiter ...Verschiedenes
Lebensmittelkontrollen: Aigner muss das Heft in die Hand nehmen
vzbv fordert Ende der Kleinstaaterei
weiter ...Kinderkommission zum Tag der Kinderrechte am 20. November 2011
Vor 22 Jahren verabschiedete die Generalversammlung der...
weiter ...
