Schavan: "Neue Qualität in der Forschungs-Kooperation"

28.05.2010 | Berlin
Ministerin reist mit hochrangiger Delegation nach Singapur und China

Bundesforschungsministerin Annette Schavan besucht vom 31. Mai bis zum 3. Juni 2010 den Stadtstadt Singapur und die Metropole Shanghai in der Volksrepublik China. Begleitet wird die Ministerin von einer hochrangigen Delegation - darunter Präsidenten deutscher Wissenschafts- und Mittlerorganisationen, Hochschulrektoren und Bundestagsabgeordnete. "Wir fördern den Dialog mit den beiden aufstrebenden asiatischen Wissenschaftsnationen China und Singapur", sagte Schavan am Freitag.

In Singapur trifft Schavan Premierminister Lee Hsien Loong sowie die Minister für Wirtschaft und für Bildung. Der Stadtstaat wird aufgrund seiner günstigen geostrategischen und infrastrukturellen Lage auch das Zentrum der ASEAN-Staaten (Verband Südostasiatischer Nationen) genannt. Viele deutsche Unternehmen nutzen den Standort als Ausgangspunkt für Produktion und Vertrieb im gesamten asiatisch-pazifischen Markt. Zudem investiert die Wirtschaft dort verstärkt in Forschung und Entwicklung, was Singapur immer attraktiver für Wissenschaftler macht. Derzeit arbeiten bis zu 200 deutsche Forscherinnen und Forscher vor Ort, die sich in einem "Science Circle" zusammengeschlossen haben.

Im Anschluss reist die Ministerdelegation nach Shanghai. Am 2. Juni ist eine Besichtigung der Weltausstellung EXPO geplant. Auf dem Programm stehen der Besuch des Deutschland-Pavillons "Balancity", des "Deutsch-Chinesischen Hauses" der Kampagne "Deutschland und China - Gemeinsam in Bewegung" (DuC) sowie eine Pressekonferenz mit dem chinesischen Forschungsminister Wan Gang und der Fechtolympiasiegerin Britta Heidemann, die in Shanghai Mitglied der Delegation ist.

Auf Einladung des chinesischen Forschungsministeriums nimmt die Ministerin mit ihrer Delegation an der feierlichen Abschlussveranstaltung des "Deutsch-Chinesischen Jahrs der Wissenschaft und Bildung 2009/2010" an der renommierten Tongji-Universität teil. "Das Wissenschaftsjahr hat zu einer neuen Qualität der Kooperation in der Spitzenforschung, in der Hochschul- und in der beruflichen Bildung beigetragen", sagte Schavan vor ihrer Abreise. Dies zeigt sich zum Beispiel daran, dass die Feier von einem Forum zum Zukunftsthema Elektromobilität begleitet wird und mehrere Vereinbarungen im Beisein der Ministerin und ihres chinesischen Amtskollegen unterzeichnet werden, unter anderem zur Gründung eines bilateralen Fertigungstechnologie-Stiftungslehrstuhls.

Die Bedeutung des Dialogs zwischen Deutschland und Asien gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mit China verbinden die Bundesrepublik Deutschland bereits seit mehr als 30 Jahren enge Beziehungen in der Wissenschaft und seit vielen Jahren auch in der Bildung. Prognosen sehen China in weniger als zehn Jahren als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Insgesamt entwickelt sich der asiatisch-pazifische Raum auch in wissenschaftlicher Hinsicht zu einer bestimmenden Region. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt aktiv den Kontakt mit dieser Weltregion - durch bildungs- und forschungspolitische Maßnahmen wie dem "Deutsch-Chinesischen Jahr der Wissenschaft und Bildung".

Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

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