Schavan dankt Bill Gates für Erforschung vernachlässigter und armutsbedingter Erkrankungen

27.01.2010 | Berlin
Bundesforschungsministerin sagt verstärktes Engagement zu

Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Microsoft-Gründer Bill Gates trafen sich am Dienstag in Berlin zu einem Gespräch über die Verstärkung der Forschung im Bereich von armutsbedingten und vernachlässigten Krankheiten in den Entwicklungsländern. Schavan sagte ein verstärktes Engagement wissenschaftlicher Expertise Deutschlands und damit verbundene finanzielle Perspektiven zu. Bill Gates und seine Frau Melinda engagieren sich seit Jahren im Bereich der Entwicklungshilfe. Ihre "Bill & Melinda Gates Foundation" ist die größte Privat-Stiftung der Welt.

Ein wesentlicher Gesprächspunkt waren die so genannten Produktentwicklungspartnerschaften (PDP's). PDP's haben sich die Aufgabe gestellt, Forschung und Entwicklung von vernachlässigten Krankheiten voranzubringen. Sie sind häufig in einer Netzwerkstruktur aufgebaut, in der unterschiedliche Akteure zusammenarbeiten: akademische Institute, öffentliche Forschungseinrichtungen, Pharmafirmen und Nicht-Regierungs-Organisationen.

Annette Schavan und Bill Gates vereinbarten bei ihrem Gespräch einen Workshop deutscher und amerikanischer Forscher, um den weiteren Dialog voranzutreiben. Eine hochrangige deutsche Delegation wird bereits im Februar in die Staaten reisen, um die neue G8-Initiative "health innovation centres" zu konkretisieren. Ein anderes Beispiel für erfolgreiche internationale Zusammenarbeit in diesem Feld ist EDCTP, die gemeinsame Initiative von 16 europäischen und 48 subsaharischen Staaten zur Durchführung klinischer Studien in Afrika.

"Das Bundesforschungsministerium investiert gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft jährlich rund 20 Millionen Euro für die Erforschung von vernachlässigten Krankheiten wie Malaria oder Tuberkulose", sagte Annette Schavan. "Mir ist es besonders wichtig, dass mit den klinischen Studien in Afrika nicht nur Forschungskompetenzen und -strukturen aufgebaut werden, sondern dass sich ganz unmittelbar die Gesundheitsversorgung vor Ort verbessert."

Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

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