Schwarz-gelbe Energiepolitik provoziert "heißen Herbst" gegen Atomkraft

16.09.2010 | Bremen
ROBIN WOOD erwartet in den kommenden Wochen eine Zuspitzung der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Nutzung der Atomenergie. Verantwortlich dafür ist die schwarz-gelbe Bundesre­gierung, die sich mit ihrem neuen Energiekonzept zum Erfüllungsge­hilfen der Atom-Lobby macht und dafür die Sicherheit der Bevölke­rung aufs Spiel setzt.

"Atomkraft: Schluss jetzt!" - unter diesem Motto werden am kommenden Samstag zig­tausende Menschen in Berlin gegen die Atom-Pläne der Bundesregierung demonstrieren und das Regierungsviertel umzingeln. Ein breites Bündnis aus Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen, Gewerkschaften, Parteien und den erneuerbaren Energien ruft zu die­ser Demonstration auf. Auch ROBIN WOOD unterstützt den Aufruf.

"Die Bundesregierung setzt die Bevölkerung durch den Weiterbetrieb der AKW unverantwortlichen Risiken aus und behindert den Umstieg auf erneuerbare Energien", sagt ROBIN WOOD-Vorstand Florian Kubitz. "Viele Menschen sind empört, wie einseitig die Kanzlerin die Interessen der vier marktbeherrschenden Energiekonzerne bedient. Mit dieser Klientelpolitik gießt die Regierung Öl ins Feuer der Auseinanderset­zung um die künftige Energieversorgung des Landes."

Die Demo in Berlin ist der Auftakt zu einer Serie weiterer Protestkundgebungen. Am 6. Oktober wird in Stuttgart der Landtag umzingelt. Eine Menschenkette wird am 9. Oktober in München für den Ausstieg demonstrieren. Am 23. Oktober folgt ein bundesweiter Aktionstag entlang der CASTOR-Strecken. Und im November wird es Massenproteste gegen die Atommüll-Verschieberei nach Gorleben geben.

"Das Energiekonzept der Bundesregierung sorgt für einen heißen Widerstandsherbst der Anti-Atom-Bewegung", sagt Dirk Seifert, Energiereferent bei ROBIN WOOD. "Wenn die Bundesregierung für den Schotter der Atomindustrie den Atomausstieg weit übers Jahr 2040 hinaus verschleppt, unkalkulierbare Atomrisiken fördert und demokratische Rechte abbaut, dann ist es verständlich und notwendig, dass sich Menschen auch mit Mitteln des zivilen Ungehorsams dagegen wehren und aktiv werden."

Quelle: Pressemeldung "ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.

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