Schwere Zeiten bei den Automobilzulieferern

30.03.2009 | Darmstadt
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt hat bei rund 500 Unternehmen des AutomotiveClusters RheinMainNeckar eine Blitzumfrage zur aktuellen wirtschaftlichen Situation durchgeführt.

"Die Krise in der Automobilindustrie hat die Zulieferbetriebe in der Region Rhein Main Neckar voll erwischt", fasst Martin Proba, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Starthilfe und Unternehmensförderung, die Ergebnisse zusammen. Bei 86 Prozent der Unternehmen im Automobilsektor haben sich die Geschäfte verschlechtert (39 Prozent) oder sogar deutlich verschlechtert (47 Prozent).

Ein Ende der Krise lässt sich aus den Ergebnissen der Blitzumfrage nicht ablesen. 84 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer weiteren Verschlechterung der Geschäfte in den kommenden Monaten.

Die Umfrage zeigt aber auch, dass mittel- bis langfristig die Unternehmen in der Zulieferbranche wieder mit einem Anziehen der Konjunktur rechnen. Ein Drittel der Unternehmen gibt an, dass die Budgets für Investitionen - und damit auch für Arbeitsplätze - nicht verändert oder sogar ausgeweitet werden. Nur ein Viertel der befragten Unternehmen kündigt an, die Investitionsbudgets deutlich zurückzufahren. Bei weiteren 41 Prozent werden die Ausgaben moderat eingeschränkt. Die soliden Investitionspläne sind für Proba eine richtige Reaktion in der Krise: "Die Zeit geringer Auslastung lässt sich gut dafür nutzen, sich zukunftsorientiert auszurichten."

Zudem steht offenbar ausreichend Geld für neue Investitionen bereit. 80 Prozent der Betriebe berichten, dass sich die Kreditkonditionen nicht verschlechtert haben. Nur 13 Prozent der Betriebe nehmen wahr, dass die Konditionen ungünstiger geworden sind. Fünf Prozent der Unternehmen sagen allerdings, dass Kredite nicht verlängert beziehungsweise abgelehnt wurden.

Quelle: Pressemeldung Industrie- und Handelskammer Darmstadt

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