Spannende Präsentationen beim Zwischenfinale "Jugend gründet"

10.03.2010 | Mainz
Zehn Top-Teams aus sieben Bundesländern präsentierten ihre Geschäftsideen beim ZDF in Mainz. Vielversprechende Geschäftsideen, junge engagierte Schüler und Auszubildende, optimistische Aufbruchstimmung, begeisterte Gäste und eine Jury, die voll des Lobes war für die professionellen Präsentationen der Teams beim "Jugend gründet"-Zwischenfinale beim ZDF in Mainz.

Beim Zwischenfinale des zweistufigen Online-Wettbewerbs präsentierten die bundesweit zehn besten Teams aus dem diesjährigen Wettbewerbsjahr ihre Businesspläne vor einer zehnköpfigen Expertenjury und zahlreichen Gästen. Mit ihren herausragenden Businessplänen hatten sich die zehn Teams im Vorfeld in einem Feld von 555 von der Jury bewerteten Businessplänen für das "Jugend gründet"-Zwischenfinale qualifiziert. In Mainz bewertete dann die fachkundige Präsenzjury mit hochkarätigen Experten die Präsentationen der von den Teams entwickelten innovativen Geschäftsideen.

Für die beste Präsentation seiner Geschäftsidee wurde das Team "Canicon" vom Albertus-Magnus-Gymnasium Regensburg mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Das Team "Canicon" (Vincenz Völkel, Elisabeth Stöllinger, Christian Menath und Florian Fürst) entwickelte die Idee eines modularen Kamerasystems aus vier Teilen, das sich auf unkomplizierte Weise zu einer flexiblen, System unabhängigen Spiegelreflexkamera verbinden lässt, ein sogenanntes "Kameramäleon".

Platz 2 beim Zwischenfinale erreichte Team "OPTIdrive" vom Descartes-Gymnasium Regensburg . Das Team "OPTIdrive" (Andreas Stadlmeier, Matthias Weidacher, Nicole Stadlmeier, Alexander Boxdörfer, Anna Braun und Dennis Nagl) entwickelte die Idee eines im Autoreifen integrierten Systems, das die Form des Reifens "einfach, unabhängig, raffiniert" über die Regulierung des Drucks stets optimal an die Fahrbedingungen anpasst.

Und Platz 3 errang das Team "accubari batteries" vom Gymnasium Markdorf (Bade-Württemberg). Das Team "accubari batteries" (Stephan Krehl, Matthew Shutie, Dominik Biselli und Oliver Brugger) entwickelte die Idee die Vorteile der Silizium-Nano-Technologie und die Lithium-Air-Technologie auf Basis eines Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz in Elektroautos zu kombinieren.

Minister Hering: "Ideale Möglichkeit Schüler mit Grundlagen des Wirtschaftswissens vertraut zu machen"

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering bezeichnete das Planspiel als "eine ideale Möglichkeit, bereits Schüler mit Grundlagen des Wirtschaftswissens vertraut zu machen und ihnen unternehmerisches Denken nahe zu bringen". Für das Wirtschaftsministe-rium sei es wichtig, die Entwicklung neuer Unternehmen zu unterstützen und zu fördern. ",Jugend gründet" ist ein Planspiel, das ganz konkret und wirklichkeitsnah gestaltet ist." Es bringt die Schülerinnen und Schüler dazu, sich spielerisch mit den hohen Anforderungen auseinanderzusetzen, die an die Unternehmensführung gestellt werden. "Wer bei 'Jugend gründet' mitmacht, versteht, wie Wirtschaft funktioniert und wie man sie aktiv mitgestalten kann", sagte Hering.

Staatssekretärin Reiß freut sich über steigende Teilnehmerzahlen in Rheinland-Pfalz

Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß freute sich insbesondere über die steigende Zahl von Teilnahmen an den Wettbewerb in Rheinland-Pfalz. Wie die Beteiligungen an anderen Schü-lerwettbewerben zum Thema Existenzgründung zeige dies, dass in den Schulen Anregun-gen für den Unternehmergeist auf fruchtbaren Boden fielen. "In den Schulen müssen heute mehr denn je zuvor, junge Menschen mit Kompetenzen ausgestattet werden, die ihnen den Einstieg ins eigene Berufsleben erleichtern, weil die früher noch oft übliche Unterstützung durch die Familie oder durch das direkte soziale Umfeld dies nicht mehr leisten beziehungsweise nicht mehr leisten können", unterstrich Vera Reiß. In Wettbewerben wie "Jugend gründet" könnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur eigenständig Ideen entwickeln und umsetzen, sondern auf sehr direktem Weg auch üben, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten und damit Selbstvertrauen aufzubauen. "Es gibt sogar schon erste Beispiele dafür, dass frühere Teil-nehmer an ,Jugend gründet" den Sprung in die tatsächliche Selbstständigkeit in einem Unternehmen erfolgreich geschafft haben", sagte Vera Reiß.

LVU-Präsident Braun nennt gute Gründe ein Unternehmen zu gründen

"Auch als angestellte Mitarbeiter finden sie sich in einem Unternehmen wesentlich besser zurecht, wenn Sie einmal verstanden habe, wie so ein Unternehmen tickt, worauf es dort ankommt," betonte Dr. Gerhard Braun, Vizepräsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Präsident der Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz Allerdings gebe es auch gute Gründe, ein Unternehmen zu gründen: "Weil man eine gute Idee hat und diese umsetzen möchte. Weil man selbständig sein möchte. Weil es Spaß macht. Weil man Menschen mit guten Produkten oder Dienstleistungen ver-sorgen will," machte Braun den jungen Leuten Mut zur Selbständigkeit.

Auszeichnung für das beste Team aus Rheinland-Pfalz

Mit einer Urkunde von Wirtschaftsminister Hering und Bildungsministerin Doris Ahnen für das beste Team aus Rheinland-Pfalz wurde das Team "Frontbag" von der Andreas-Albert-Schule Berufsbildende Schule Frankenthal (Pfalz) ausgezeichnet. Andreas Maderholz, Tobias Kraft, Gianluca Siciliano, Tarik Simsek, Onur Saglam und Hasan Celik entwickelten einen Businessplan für einen innovativen Schulranzen für Grundschüler. Er ist ergonomisch geformt und verteilt den Stauraum zur besseren Gewichtsverteilung auf Brust und Rücken.

Bereits am Vortag waren die 43 Zwischenfinal-Teilnehmer (zehn Teams) aus sieben Bun-desländern auf Einladung von "Jugend gründet" aus den verschiedenen Regionen Deutsch-lands nach Mainz angereist. Am Dienstag besuchten sie die Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Diskutierten mit dem Wirtschaftsredakteur und wurden in einer exklusiven Führung durch das Druckzentrum geführt.

Mit dem Erfolg in der Businessplanphase haben sich die Teams eine gute Ausgangsposition geschaffen, um auch in das "Jugend gründet"-Bundesfinale im Juni 2010 in Wolfsburg ein-ziehen zu können. Bis dahin müssen alle Wettbewerbs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer jedoch noch beweisen, dass sie genügend unternehmerisches Geschick besitzen, ihre Ge-schäftsidee auch am Markt durchzusetzen. Dazu haben sie während der Planspielphase Gelegenheit. Diese beginnt am 11. März und endet am 17. Mai 2010. In diesem Zeitfenster kann in einer virtuellen Online-Umgebung im Internet gespielt werden. Das Planspiel simu-liert acht Geschäftsjahre mit Konkurrenten sowie Höhen und Tiefen der Konjunkturentwick-lung.

Bei der "Jugend gründet"-Wirtschaftssimulation wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Ein erfolg-reiches und zukunftssicheres Unternehmen zeichnet sich daher neben dem in Geldeinheiten messbaren Gewinn durch weitere Faktoren wie Produktqualität, Kundenzufriedenheit und nachhaltige unternehmerische Entscheidungen aus.

Der Wettbewerb "Jugend gründet"

"Jugend gründet" ist ein bundesweiter Online-Wettbewerb für Schülerinnen, Schüler, Auszu-bildende, Wehrdienst- und Zivildienstleistende. Ziel ist es, junge Menschen für das Thema Wirtschaft zu interessieren. "Jugend gründet" ist der Ort, wo unternehmerisches Denken und Handeln eingeübt werden kann, um für das Berufsleben gerüstet zu sein. Für ein Berufsle-ben, in dem künftig mehr denn je erwartet wird, dass die Beschäftigten Initiative entwickeln, Ideen in die Tat umsetzen und Verantwortung übernehmen. All das sind unternehmerische Eigenschaften, sogenannte Entrepreneureigenschaften und die können bei "Jugend gründet" trainiert werden.

In zwei Wettbewerbsphasen (Businessplan- und Planspielphase) erleben die Teilnehmerin-nen und Teilnehmer spielerisch alle Schritte einer Unternehmensgründung. Sie werden durch selbst organisiertes Lernen an die Themen Existenzgründung und Unternehmensent-wicklung herangeführt. Das nötige Wissen können sich die Teilnehmer in verschiedenen Ka-tegorien (Lernmodule auf dem E-Learning-Campus, Avatar, Glossar, Selbsttests) selbst an-eignen. Innerhalb der beiden Spielphasen ist die Teilnahme zeitlich flexibel gestaltbar.

Einstieg in den Wettbewerb jederzeit möglich

Wer in der ersten Spielphase keinen eigenen Businessplan erstellt hat, kann sich trotzdem an der zweiten Spielphase beteiligen. Mit einem Standard-Businessplan können neue Teil-nehmer direkt in die zweite Spielphase einsteigen um an der Wirtschaftssimulation teilzu-nehmen.

Gewinnberechtigt sind Jugendliche ab Klasse 10, die weder ihr Studium begonnen noch ihre erste Berufsausbildung abgeschlossen haben, in der Regel also Schüler, Schülerinnen und Auszubildende im Alter von 16 bis 21 Jahren. Als Hauptpreis winkt dem Gesamtsieger-Team aus beiden Wettbewerbsphasen eine Reise ins Silicon Valley (USA).

"Jugend gründet" wird seit 2003 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geför-dert und vom Steinbeis Transferzentrum für Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim umgesetzt. Der Wettbewerb steht auf der Liste der gesamtstaatlich geförderten Wettbewerbe der Kultusministerkonferenz und ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft bun-desweiter Schülerwettbewerbe sowie im Initiativkreis "Unternehmergeist in die Schulen". "Jugend gründet" wird von einer Reihe namhafter Förderer unterstützt. Hauptsponsor ist die Volkswagen AG. Weitere Förderer des Wettbewerbs sind Steinbeis Stiftung, Lenovo, Voda-fone, DB Bahn, Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, Frankfurter Allge-meine Zeitung, Phaeno, Spiesser, TATA Interactive Systems GmbH, Titus GmbH, Verlags-gruppe Westermann und Wolfsburg AG.

Das Zwischenfinale in Mainz fand mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Ver-kehr, Landwirtschaft und Weinbau, des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, dem Landeselternbeirat Rheinland-Pfalz sowie der Landesvereinigung Unternehmer-verbände Rheinland-Pfalz statt. Staatssekretärin Vera Reiß (Bildungsministerium) und Staatssekretär Alexander Schweitzer (Wirtschaftsministerium) haben die Schirmherrschaft über das Projekt in Rheinland-Pfalz übernommen.

Quelle: Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau

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