Staatssekretär Englert: Schuhindustrie in Rheinland-Pfalz gut in Form

25.02.2010 | Mainz
Sichtlich beeindruckt zeigte sich Wirtschaftsstaatssekretär Siegfried Englert von einem Besuch bei mehreren Schuhherstellern in der Westpfalz. "Zwar ist die Wirtschaftskrise an unseren Schuhherstellern nicht spurlos vorübergegangen. Aber alle Unternehmen waren guter Dinge und berichteten von guten Geschäften", sagte der Staatssekretär.

Außerdem hätten der Schnee und das Eis der vergangenen Tage zu einer hohen Nachfrage nach winterfesten Schuhen geführt, was auch den rheinland-pfälzischen Herstellern zugute gekommen sei.

Die Firmen Bernd Hummel aus Pirmasens, biodyn aus Münchweiler, Josef Seibel aus Hauenstein sowie das International Shoe Competence Center in Pirmasens waren die Stationen des Besuchsprogramms des Staatssekretärs. Englert zeigte sich überzeugt davon, dass die in Rheinland-Pfalz verbliebenen Schuhhersteller gute Zukunftschancen haben. Viele der hier ansässigen Schuhproduzenten gehörten zur "ersten Riege" der deutschen Schuhindustrie.

Ein "weltweit einzigartiges Kompetenzzentrum" mit Musterfabrik für die Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung in der Schuhindustrie, dem Schuhhandel und den Schuhzulieferfirmen ist laut Englert das International Shoe Competence Center (ISC), dessen Errichtung das Land finanziell unterstützt hatte. Mit dem ISC und dem Prüf- und Forschungsinstitut in Pirmasens verfügt Rheinland-Pfalz über international anerkannte Forschungs- und Bildungseinrichtungen für die Schuhindustrie.

Als einen "unermüdlichen Streiter für den Schuhstandort Westpfalz" bezeichnete der Wirtschaftsstaatssekretär Bernd Hummel, den Geschäftsführer der KangaROOS Bernd Hummel GmbH aus Pirmasens. Dieses erfolgreiche Unternehmen entwickelt und vertreibt seit nunmehr 30 Jahren Schuhe der Marke KangaROOS und seit 2003 die Lizenzmarke Flip Flop. Mit erlesenen Kulturveranstaltungen am Firmensitz in Pirmasens gelinge es Hummel immer wieder, künstlerischen Glanz auf Pirmasens zu lenken.

Ein "regelrechter Erfolgsmensch" ist für Englert der Geschäftsführer Josef Seibel der gleichnamigen Schuhfabrik in Hauenstein. Das expansions- und investitionsfreudige Unternehmen hat es in den letzten Jahren unter die Top 3 der deutschen Schuhhersteller geschafft. Dabei geht das Unternehmen auch außergewöhnliche Wege. So hat es in Hauenstein eine "Gläserne Schuhfabrik", sowie ein Schuheinkaufszentrum errichtet. Gleiches hat das Unternehmen nach der Übernahme der Schuhmarke Romika in Trier etabliert.

Ein Neuling in Rheinland-Pfalz ist die Firma biodyn, die 2008 in Münchweiler eine alte Schuhfabrik gekauft und modernisiert hat. Spezialität der Firma biodyn ist die Herstellung von Schuhen mit Fitness-Effekten, die z.B. die Stoßbelastung auf die Sprung-, Knie- und Hüftgelenke reduzieren und die, ohne dass das von außen sichtbar ist, in den Schuh eingearbeitet sind. Die Ansiedlung von biodyn in Rheinland-Pfalz bezeichnete Englert abschließend als "Anerkennung der Attraktivität des Schuhstandortes Westpfalz".

Mit 17 Schuhfabriken stellt Rheinland-Pfalz fast ein Drittel der deutschen Schuhhersteller und mit 2255 Mitarbeitern ein Viertel der in deutschen Fabriken Beschäftigten.

Quelle: Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau

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