Starre Budgets führen zur Rationierung im Gesundheitswesen

20.08.1999 | Köln
Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer und die Krankenkassen sollten endlich zugeben und Konsequenzen daraus ziehen, dass die starre Budgetierung der Ausgaben sowohl für ärztliche Leistungen als auch für Arzneimittel zur Rationierung führen muss.

Dies forderte der Bundesvorsitzende des NAV-Virchowbundes, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Maximilian Zollner, im Zusammenhang mit dem nicht enden wollenden Streit über das angeblich von allen Beteiligten akzeptierte Aktionsprogramm. Solange z.B. das starre Arzneimittelbudget sich ausschließlich an ökonomischen und nicht an medizinischen Kriterien orientiere, müssten Patienten Arzneimittel vorenthalten oder auf Privatrezept verschrieben werden. Selbstverständlich werde es weiterhin Privatrezepte bei Wunschverordnungen geben oder auch bei Beharren auf teure Originalpräparate, wenn es preisgünstigere Alternativen gebe.

Zollner kritisierte erneut die uneinsichtige Haltung der Bundesgesundheitsministerin. Sie solle endlich ihren Monopolanspruch aufgeben, den einzig richtigen Weg zu wissen. Anderenfalls gingen die Schlammschlachten weiter, die Patienten und Ärzte nur verunsicherten und nicht zu einer Lösung führten. Es sei deshalb ein grundsätzliches Umdenken bei allen Beteiligten notwendig, forderte Zollner.

Quelle: Pressemeldung NAV-Virchow-Bund

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